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30. November 2015

Zielpunkt Insolvenz – Tausende Mitarbeiter vor Weihnachten arbeitslos

Tschürtz und Petschnig fordern Regierung zur Zwischenfinanzierung auf

Die tragische Insolvenz der Supermarktkette Zielpunkt ist vor allem für die tausenden Angestellten, die kurz vor Weihnachten „stempeln“ gehen müssen, eine niederschmetternde Nachricht. Dass es sich hierbei explizit um Managementfehler handelte und die Eigentümer kurz vor Insolvenzanmeldung auch noch durch zumindest fragwürdige Immobiliengeschäfte zu Lasten der Konkursmasse Kasse machten, verschlimmert die Causa noch weiter. 
 
Den Mitarbeitern steht ein harter Weg bevor: Einerseits fallen sie um ihr Weihnachtsgeld und um Prämien um, andererseits wird der Insolvenzausgleichsfond frühestens im März 2016 ihre offenen Gehälter ausbezahlen. 
 
„Den Menschen muss schnellstmöglich und unbürokratisch geholfen werden!“, fordert der Landesrat für Wirtschaft, MMag. Alexander Petschnig. „Es würde der Bundesregierung gut anstehen, zumindest eine Zwischenfinanzierung für die Betroffenen auf die Beine zu stellen, um angesichts der drohenden Arbeitsplatzverluste zumindest die gröbsten finanziellen Sorgen abzufedern“, so Petschnig. Denn das Geld aus dem Insolvenzausgleichsfond kommt garantiert - nur eben mit Monaten Verspätung. 
 
„Ich würde nicht für tausende enttäuschter Kinderaugen verantwortlich sein wollen“, ergänzt LH-Stv. Johann Tschürtz in Anlehnung an die Tatsache, dass die Pleite von Zielpunkt vor allem Frauen - und hierbei vor allem Mütter trifft. Tschürtz verweist diesbezüglich auf die jüngsten Ereignisse des Sommers: „Für zigtausende Asylforderer wurden binnen weniger Tage Millionen-Beträge aufgestellt. Das Gleiche erwarte ich mir jetzt auch, wenn es um Österreicher geht!“, so Tschürtz. 
 
In der Tat schaffte es die Bundesregierung, zügig Flüchtlingskoordinatoren (Christian Konrad und Therezija Stoisits) zu installieren und diese großzügig mit Steuergeldern zu bedenken. „Es wäre ein handfester Skandal, würde die Bundesregierung manche - nämlich Asylwerer - besser behandeln als die autochthone Bevölkerung“, so Tschürtz. 
 
"Wir werden im Burgenland selbstverständlich um den Erhalt und die Weiterführung jeder einzelnen Filiale und jedes einzelnen Arbeitsplatzes kämpfen. Die Bundesregierung muss allerdings ihren Teil dazu beitragen und vor allem sicherstellen, dass die möglicherweise anrüchigen Immobiliengeschäfte im Vorfeld der Insolvenz nicht nur so rasch wie möglich aufgeklärt, sondern vergleichbare Vorfälle in Zukunft rechtlich verunmöglicht werden“, so der freiheitliche LH-Stv. abschließend. 

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