„Was bleibt, wenn der rote Teppich wieder eingerollt ist? Ein teures PR-Projekt, enttäuschte Erwartungen und viele offene Fragen“, kritisiert FPÖ-Klubobmann Ing. Norbert Hofer das groß angekündigte, aber de facto gescheiterte Pflegekräfte-Projekt der Landesregierung.
Auf der offiziellen Homepage des Landes Burgenland ist klar nachzulesen: Die philippinischen Pflegekräfte verpflichten sich vertraglich, fünf Jahre lang nach Ausbildungsabschluss im Burgenland zu arbeiten. Bezahlt wurde die Ausbildung vom Land, finanziert aus Steuermitteln.
„Heute, keine zwei Jahre nach Projektstart, hört man: Nur noch eine Handvoll dieser Pflegekräfte ist tatsächlich im Burgenland tätig. Wo sind die anderen geblieben?“, fragt Hofer.
Zusätzlich brisant: Für jede vermeintlich vermittelte Person floss eine erhebliche Provision im niedrigen fünfstelligen Bereich. Empfänger dieser Zahlungen ist eine dem derzeitigen Landeshauptmann persönlich bekannte Person. „Das Ganze riecht nicht nach Pflegeoffensive, sondern nach Freunderlwirtschaft“, so Hofer.
Auch zu hinterfragen ist, ob Pflegekräfte, die im Rahmen des Projekts ins Burgenland kamen, nicht nur eine Anstellung, sondern auch die österreichische Staatsbürgerschaft auf dem roten Teppich bekamen. Hofer: „Während andere jahrelang auf Einbürgerung warten, ging es hier offenbar im Schnellverfahren, solange der politische Rahmen passte.“
„Die Menschen im Burgenland haben sich Pflege erwartet, bekommen haben sie ein Millionengrab und parteipolitische PR“, so Hofer.
„Verträge, die fünf Jahre Arbeitsverpflichtung im Burgenland vorsehen, dürfen nicht zur Makulatur werden, sonst verspielt die Politik jede Glaubwürdigkeit“, so Hofer abschließend.