„Während NEOS-Bildungsminister Wiederkehr die Lateinstunden in der Oberstufe kürzen will, diskutiert dieselbe Bundesregierung gleichzeitig ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige. Genau das zeigt, wie falsch die Prioritäten gesetzt werden: In der Schule wird an Substanz gespart, im Alltag der Familien will der Staat immer mehr verbieten“, erklärt FPÖ Bildungssprecherin Michelle Whitfield. Die von Wiederkehr geplante Reform sah zunächst eine Reduktion des Lateinunterrichts in der AHS-Oberstufe von zwölf auf zehn Wochenstunden vor, zugleich wird auf Bundesebene ein gesetzliches Social-Media-Verbot für Unter-14-Jährige vorbereitet.
„Gerade Latein ist für viele Schüler weit mehr als ein Nebenfach. Es stärkt Sprachverständnis, Genauigkeit, Grammatik und logisches Denken – also genau jene Fähigkeiten, die junge Menschen für eine akademische Laufbahn brauchen. Wer hier kürzt, schwächt nicht irgendein Randfach, sondern die Qualität der Vorbereitung auf Studium und höhere Bildung“, so Whitfield. „Und beim Thema Social Media gilt für uns Freiheitliche: Nicht die Eltern sollen entmündigt und nicht die Jugendlichen pauschal bevormundet werden. Ein generelles Verbot ersetzt keine Erziehung, keine Medienkompetenz und keine klare Verantwortung der Plattformen.“ Die FPÖ hat ihren Widerstand gegen ein allgemeines Social-Media-Verbot für Jugendliche bereits parlamentarisch festgehalten und argumentiert dabei unter anderem mit Elternverantwortung, Verhältnismäßigkeit sowie dem Schutz von Datenschutz, Meinungs- und Informationsfreiheit.
„Was Österreich braucht, ist kein Staat, der auf der einen Seite Bildungsinhalte ausdünnt und auf der anderen Seite mit pauschalen Digitalverboten reagiert. Wir brauchen eine Politik mit Hausverstand: starke Schulen, klare Leistungsstandards, echte Medienbildung und Plattformen, die endlich in die Pflicht genommen werden“, betont Whitfield. „Unsere Jugend hat ein Recht auf eine solide Ausbildung und auf einen vernünftigen Schutz im digitalen Raum – aber nicht auf eine Politik, die Wissen kürzt und Freiheit einschränkt.“