Während sich das Burgenland in Hochglanzartikeln als „starke Stimme für den Weinmarkt Europas“ feiern lässt, schaut die Realität für viele Winzer völlig anders aus: Existenzängste, steigender Druck und keine klaren Perspektiven. Für FPÖ-Landtagsabgeordneten Markus Wiesler ist klar: Zwischen politischer Selbstdarstellung und tatsächlicher Lage klafft ein gewaltiger Abgrund.
„Das ständige Eigenlob kann niemand mehr hören. Die Winzer brauchen keine Sonntagsreden, sondern konkrete Hilfe. Die Realität ist: Die Weinwirtschaft steht unter massivem Druck – und die Politik schaut zu oder verliert sich in Bürokratie“, so Wiesler.
Besonders kritisch sieht Wiesler die Rolle von Landeshauptmannstellvertreterin Anja Haider-Wallner:
„Im Zusammenhang mit der Rebzikade erleben wir ein Totalversagen. Statt klarer Maßnahmen gibt es Unsicherheit, Verzögerung und halbherzige Ansätze. So kann man mit einer tragenden Säule unserer regionalen Wirtschaft nicht umgehen.“
Auch die Aussagen von Robert Hergovich stoßen auf scharfe Kritik:
„Während die Betriebe ums Überleben kämpfen, wird von einem ‚Weinparadies‘ gesprochen. Das ist Realitätsverweigerung. Wer draußen mit den Winzern spricht, weiß genau, wie ernst die Lage ist.“
Drei-Punkte-Plan statt politischem Stillstand
Wiesler fordert einen sofortigen wirtschaftlichen Unterstützungsplan:
· Rodungsprämie für nicht bewirtschaftete Weingärten - Klare Anreize, damit brachliegende Flächen rasch aus dem System genommen werden.
· Unterstützung für Wiederbepflanzung - Wer rodet, darf nicht im Regen stehen – ohne Hilfe gibt es keinen Wiederaufbau.
· Ausfallsprämie für Haupterwerbswinzer - Existenzsicherung für jene, die vom Weinbau leben.
„Wer Rodungen verlangt, muss auch zahlen. Alles andere ist schlicht verantwortungslos“, stellt Wiesler klar.
Offene Baustelle: Spritzmittelverordnung
Für besonderes Unverständnis sorgt der fehlende Fortschritt bei einem zentralen Thema:
„Wenn man die Rebzikade ernsthaft bekämpfen will, dann braucht es endlich eine klare und praktikable Spritzmittelverordnung. Hier herrscht Stillstand – und das ist nicht akzeptabel.“
Klare Worte Richtung EU und Förderpolitik
Auch die Rahmenbedingungen aus Brüssel geraten in die Kritik:
„Das ÖPUL-System ist ein Paradebeispiel für überbordende Bürokratie. Vorschriften, Auflagen und Kontrollmechanismen haben viele kleine Betriebe in die Knie gezwungen. Das ist kein Zufall, das ist System“, so Wiesler.
FPÖ-Abgeordneter Markus Wiesler abschließend:
„Die Weinwirtschaft ist keine PR-Bühne, sondern die Existenzgrundlage tausender Familien. Ohne wirtschaftliche Absicherung wird diese Krise eskalieren. Dann reden wir nicht mehr über Krankheiten im Weingarten – sondern über das Aus ganzer Betriebe.“
„Diese Politik geht an der Realität vorbei – und genau das werden wir nicht akzeptieren."