17. Juni 2026

Warnruf der Gemeinnützigen ernst nehmen – Doskozil und Dorner müssen endlich umdenken

Mit deutlicher Kritik reagiert der freiheitliche Wohnbausprecher im Burgenländischen Landtag, LAbg. Mag. Thomas Grandits, auf den aktuellen Statusbericht der gemeinnützigen Wohnbauträger im Burgenland in der heutigen „Kronen Zeitung“. Während der Bericht eindrucksvoll die enorme Bedeutung der Gemeinnützigen für leistbares Wohnen, regionale Wertschöpfung und tausende Arbeitsplätze dokumentiert, legen die Aussagen von OSG- und GBV-Obmann Dr. Alfred Kollar vor allem eines offen: „Die Wohnbaupolitik der SPÖ-Landesregierung ist auf einem Irrweg.“

„Wenn selbst der Obmann der Gemeinnützigen Wohnbauvereinigungen öffentlich darauf hinweist, dass die aktuellen Wohnbauförderungsrichtlinien die Inanspruchnahme von Fördermitteln für Eigentumsprojekte praktisch unmöglich machen und Projekte daher ausschließlich mit Eigenmitteln, Kundengeldern und Bankkrediten finanziert werden müssen, dann ist das ein alarmierendes Signal. Das zeigt, dass die Landesregierung den gemeinnützigen Wohnbau zunehmend ausbremst, anstatt ihn zu unterstützen“, so Grandits.

Besonders bemerkenswert ist, dass Kollar ausdrücklich festhalte, dass die Gemeinnützigen seit Jahren keine Wohnbauförderungsmittel mehr für den Neubau von Wohnungen erhalten hätten. „Genau das kritisieren wir Freiheitliche seit langem. Die Wohnbauförderung wurde ursprünglich geschaffen, um leistbaren Wohnraum zu ermöglichen. Stattdessen werden die Mittel zunehmend für andere Zwecke verwendet oder stehen den tatsächlichen Wohnbauträgern nicht mehr im notwendigen Umfang zur Verfügung“, betont Grandits.

Der freiheitliche Wohnbausprecher verweist darauf, dass die Gemeinnützigen laut Bericht mehr als 32.500 Wohnungen und Reihenhäuser errichtet und verwaltet haben, Wohnraum für über 70.000 Burgenländer bereitstellen und jährlich Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe auslösen. „Gerade diese Zahlen zeigen, dass die Gemeinnützigen verlässliche Partner für das Burgenland sind. Wer leistbares Wohnen sichern will, muss genau jene Organisationen stärken, die seit Jahrzehnten erfolgreich Wohnraum schaffen.“

Angesichts steigender Baukosten, hoher Finanzierungskosten und eines nach wie vor angespannten Wohnungsmarktes fordert Grandits daher ein rasches Umdenken der Landesregierung: „Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Wohnbaulandesrat Heinrich Dorner müssen endlich zur ursprünglichen Zweckbestimmung der Wohnbauförderung zurückkehren. Die Wohnbauförderungsmittel müssen wieder vollständig und ohne bürokratische Hürden dem gemeinnützigen Wohnbau zur Verfügung gestellt werden, anstatt sie zweckzuentfremden oder durch untaugliche Richtlinien unerreichbar zu machen.“

Für Grandits ist klar: „Wer ständig von leistbarem Wohnen spricht, muss auch die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen. Die Aussagen von Dr. Kollar sind ein deutlicher Weckruf. Die Landesregierung ist nun gefordert, die Förderrichtlinien rasch zu überarbeiten und sicherzustellen, dass die Gemeinnützigen wieder uneingeschränkt Zugang zu den Wohnbauförderungsmitteln erhalten. Alles andere gefährdet langfristig die Schaffung von leistbarem Wohnraum für burgenländische Familien, junge Menschen und Senioren.“

Abschließend fordert Grandits einen transparenten Bericht über die Verwendung der Wohnbauförderungsmittel der vergangenen Jahre: „Die Burgenländer haben ein Recht darauf zu erfahren, wie viel Geld tatsächlich im Wohnbau angekommen ist und wie viel davon für andere Zwecke verwendet wurde. Leistbares Wohnen muss wieder oberste Priorität haben.“

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