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16. Februar 2026

Vom Kulturtempel zum Aktenbunker?

Die SPÖ macht aus dem Kulturzentrum ein Verwaltungsgebäude. Die Besucherzahlen werfen Fragen auf

Was einst als kultureller Leuchtturm für Mattersburg gedacht war, wird laut Kurier-Bericht nun offenbar zum administrativen Nebenschauplatz der Landesregierung degradiert. Unter dem Schlagwort „zweites Standbein der Verwaltung“ verlegt das System Doskozil Teile ihrer Behörden ins Kulturzentrum Mattersburg. Statt Bühne, Musik und Publikum dominieren künftig Archiv, Akten und Amtsstuben.

 

„Wenn man ein Kulturzentrum nicht mit Leben füllen kann, dann macht man eben ein Verwaltungsgebäude daraus. Das ist kulturpolitische Kapitulation“, kritisiert der stv. Bezirksparteiobmann Robert Perger scharf. Die offizielle Argumentation der Dezentralisierung wirke wie ein Feigenblatt. Tatsächlich wird ein Millionenprojekt nachträglich umdefiniert.

Auch die präsentierten Besucherzahlen werfen Fragen auf. 14.118 Besucher bei Eigenveranstaltungen im Jahr entsprechen im Schnitt rund 38 Personen pro Tag. „Das klingt per se schon kläglich. Doch wie viele davon sind tatsächliche Kulturveranstaltungen? Und wie viele sind schlicht Parteienverkehr, VHS-Kurse oder interne Termine?“, fragt Perger. Transparenz sehe anders aus.

Die SPÖ rühmt sich der abgeschlossenen Sanierung und der gebündelten Nutzung. Für Perger ist jedoch klar: „Ein Kulturzentrum ist kein Ersatz-Amt und keine Außenstelle der Landesverwaltung. Wer Millionen investiert, muss auch kulturelle Strahlkraft liefern und darf nicht nur Aktenordner stapeln.“

Das KUZ Mattersburg dürfe nicht zum Symbol eines Systems werden, das Großprojekte baut, diese aber am Ende mit Verwaltungsbetrieb kaschiert. „Das ist Doskozil-Politik in Reinform: viel Geld, wenig Wirkung und am Ende eine Umdeutung der Realität“, so Perger.

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