„Wenn in aktuellen Debatten im ORF, bei den Wiener Festwochen oder in den Feuilletons die Fälle von Otto Muehl, Florian Teichtmeister oder jüngst Günther Paal wieder einmal unter dem Deckmantel von ‚Kunst und Verbrechen‘ intellektualisiert werden, reicht es endgültig. Hier geht es nicht um philosophische Fragen der Werkstrennung, sondern um das jahrzehntelange Wegschauen und das Versagen eines abgehobenen woken Kulturbetriebs“, findet der FPÖ-Abgeordnete Rudolf Smolej klare Worte.
Für Smolej zieht sich eine rote Linie des moralischen Sittenverfalls durch diese Kulturlandschaft – mit einer tiefen Wunde direkt im Burgenland. „Wir Burgenländer mussten schmerzhaft miterleben, wie Otto Muehl am Friedrichshof unter dem Deckmantel der ‚Aktionskunst‘ ungestraft pädokriminelle Strukturen aufbauen und Kinderseelen zerstören konnte. Dass Muehl bis heute in gewissen linken Kreisen als historisches ‚Musterbeispiel‘ oder gar missverstandenes Genie verklärt wird, ist ein Schlag ins Gesicht aller Opfer“, so Smolej wütend.
Die Parallelen zur Gegenwart seien erschreckend. Ob die Causa Teichtmeister am Wiener Burgtheater oder die aktuellen Ermittlungen um Günther Paal („Gunkl“) – das Muster bleibe das gleiche: „Es herrscht eine unerträgliche Doppelmoral. Während der brave Bürger für jedes Vergehen drakonisch bestraft wird, schützt sich die linke Kulturelite gegenseitig, inszeniert Pseudodebatten und stiftet wirre Erklärungsschablonen, anstatt reinen Tisch zu machen. Es darf keinen Promi-Bonus für Kinderschänder und jene geben, die weggesehen haben!“
Smolej fordert daher ein radikales Umdenken bei der Vergabe von Kulturgeldern und eine kompromisslose Aufarbeitung. „Wir brauchen keine weichgespülten Symposien der Schickeria. Es braucht eine Nulltoleranzpolitik gegenüber Tätern und ein echtes Bewusstsein für den Schutz von Kindern, gerade in diesem Bereich, der für viele Vorbildwirkung hat. Kunst darf niemals ein Freibrief für Verbrechen sein – weder damals am Friedrichshof noch heute in einer Bobo-Villa“, schließt Smolej.