30. April 2026

Volle Lager – fremde Erdäpfel im Regal: Ein politisches Versagen

Was derzeit passiert, ist ein Wahnsinn – und kein Naturgesetz, sondern hausgemacht.

Der aktuelle Bericht aus dem Burgenland zeigt klar: Heimische Bauern sitzen auf vollen Kartoffellagern, während gleichzeitig im Supermarkt Importware angeboten wird. Das widerspricht jedem gesunden Hausverstand.

Wenn die heimischen Lager voll sind und trotzdem Ware aus dem Ausland – etwa aus Ägypten oder Israel – im Regal landet, dann liegt das Problem nicht am Markt, sondern an der Politik.

Die Wahrheit ist einfach: Es fehlt bis heute eine durchgehende, verpflichtende Herkunftskennzeichnung. Solange Konsumenten nicht klar erkennen können, woher ein Produkt kommt, wird die heimische Landwirtschaft systematisch benachteiligt.

Dazu kommt: Unsere Bauern produzieren nach strengsten Standards – im Umweltbereich, beim Pflanzenschutz und bei den Arbeitsbedingungen. Importware muss diese Standards oft nicht erfüllen. Das ist kein fairer Wettbewerb, das ist ein struktureller Nachteil für die eigene Bevölkerung.

Die Politik redet viel von Versorgungssicherheit. In der Realität schaut es anders aus: Bauern bleiben auf ihrer Ware sitzen, während gleichzeitig importiert wird.

Dabei wäre die Lösung längst bekannt:
- klare Herkunftskennzeichnung 
- gleiche Standards für Importware 
- echte Unterstützung für heimische Betriebe 

Stattdessen erleben wir Stillstand – und das seit Jahren.

Als Bundesrat, Obmann der Freiheitlichen Bauernschaft und Bauer mit Leib und Seele sage ich klar:

Das ist kein Marktversagen. 
Das ist politisches Versagen.

Wer die heimische Landwirtschaft wirklich schützen will, muss endlich handeln – und nicht weiter zuschauen, wie unsere Bauern aus dem eigenen Markt gedrängt werden.

 

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