26. Mai 2026

Verordnung gegen Rebzikade kommt viel zu spät – Winzer brauchen jetzt echte Unterstützung

Die nun beschlossene Verordnung zur Bekämpfung der Rebzikade im Burgenland ist grundsätzlich zu begrüßen. Aus freiheitlicher Sicht kommt sie jedoch viel zu spät. Der gezielte Einsatz von Spritzmitteln beziehungsweise Insektiziden hätte deutlich früher ermöglicht und organisiert werden müssen, um größere Schäden im Weinbau zu verhindern.

„Viele Winzer wurden mit der Problematik viel zu lange allein gelassen. Jetzt sieht man plötzlich ein, dass gezielte Insektizidanwendungen notwendig sind. Genau das hätte man früher machen müssen“, so LAbg. Markus Wiesler, Bereichssprecher für Landwirtschaft.

Für Wiesler reicht die Verordnung alleine aber nicht aus. Es brauche nun dringend ein finanzielles Unterstützungspaket für die betroffenen Betriebe.

„Wir brauchen eine Rodungsprämie, Hilfen für die Wiederanpflanzung sowie einen Ausgleich für Verdienstentgänge und Ernteausfälle durch gerodete Flächen. Viele Familienbetriebe stehen massiv unter Druck“, betont Wiesler.

Gerade im Weinbau dürfe die Landesregierung nicht nur Verordnungen beschließen, sondern müsse den Betrieben auch wirtschaftlich unter die Arme greifen.

„Dass notwendige Maßnahmen erst dann gesetzt werden, wenn der Schaden bereits groß ist, zeigt einmal mehr das verspätete und planlose Vorgehen der Landesregierung. Unsere Winzer brauchen keine Symbolpolitik, sondern rechtzeitige Entscheidungen und echte Unterstützung“, so Wiesler abschließend.

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