07. Juli 2026

VBB-Vergabe im Mittel- und Südburgenland endet vor Gericht

FPÖ LAbg. Grandits: „Doskozils Verkehrspolitik steckt in der Sackgasse“

„Dass die Ausschreibung des Linienverkehrs im Mittel- und Südburgenland nun vor dem Landesverwaltungsgericht landet, ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Verkehrspolitik der Landesregierung auf tönernen Füßen steht. Was andere Bundesländer seit Jahrzehnten schaffen, scheint im Burgenland offenbar nicht möglich zu sein: ein öffentlicher Verkehr, der sich an die gesetzlichen Vorgaben hält, wirtschaftlich arbeitet und vor allem funktioniert“, erklärt der freiheitliche Verkehrssprecher LAbg. Mag. Thomas Grandits.

Besonders kritisch sieht Grandits die offenbar misslungene Einbindung der privaten Busunternehmen. „Wenn ein regionales Busunternehmen gegen die Ausschreibung gerichtlich vorgeht, weil es sich im Vergabeverfahren benachteiligt fühlt, dann ist das ein deutliches Alarmsignal. Private Busunternehmer verfügen über jahrzehntelange Erfahrung, regionale Kompetenz und gewachsene Strukturen. Statt dieses Know-how sinnvoll einzubinden, entsteht zunehmend der Eindruck, dass erfahrene Betriebe bei der Vergabe des Linienverkehrs an den Rand gedrängt werden.“

„Genau deshalb hat die FPÖ im Vorjahr die Prüfung der Verkehrsbetriebe Burgenland durch den Landesrechnungshof beantragt. Der Rechnungshof prüft derzeit unter anderem die Wirtschaftlichkeit der VBB, die Auslastung der Linien, die Mittelverwendung sowie die Auswirkungen auf private Verkehrsunternehmen. Die aktuellen Entwicklungen zeigen, wie notwendig diese Kontrolle ist.“

„Die Burgenländer erwarten sich einen funktionierenden öffentlichen Verkehr und keinen ideologisch motivierten Prestigebetrieb. Wir brauchen keine leer fahrenden Geisterbusse, die den Steuerzahler Millionen kosten. Wir brauchen ein bedarfsgerechtes Verkehrsangebot, das wirtschaftlich geführt wird und die Kompetenz der privaten Busunternehmen nutzt, anstatt sie durch fragwürdige Vergabeverfahren aus dem Markt zu drängen.“

Abschließend fordert Grandits vollständige Transparenz: „Die Landesregierung muss offenlegen, warum es bei der Ausschreibung des Linienverkehrs im Mittel- und Südburgenland zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommen musste und welche Konsequenzen daraus gezogen werden. Die Burgenländer haben Anspruch auf einen rechtssicheren, wirtschaftlichen und funktionierenden öffentlichen Verkehr – und nicht auf Gerichtsverfahren, Unsicherheit und teure Geisterbusse.“

© 2026 Freiheitliche Partei Österreichs. Alle Rechte vorbehalten.