Die aktuellen Zahlen des Arbeitsmarktservice Burgenland zeichnen ein noch dramatischeres Bild, als es die reine Arbeitslosenstatistik vermuten lässt. Ende Jänner 2026 waren im Burgenland nicht nur 11.313 Personen arbeitslos gemeldet, zusätzlich befanden sich 1.920 Menschen in AMS-Schulungen. Damit sind insgesamt 13.233 Burgenländer ohne regulären Arbeitsplatz. Dies ist ein Anstieg um 543 Personen bzw. 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
„Wer nur auf die Arbeitslosenquote schaut, verschleiert die Realität. Über 13.000 Menschen ohne Job sind kein statistisches Detail, sondern ein massives politisches Versagen“, kritisiert Sandro Waldmann, LAbg. und Bereichssprecher für Arbeitnehmer und Pendler.
Gleichzeitig sinkt die Zahl der unselbständig Beschäftigten im Burgenland um 1.000 Personen (–0,5 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt mittlerweile bei 9,5 Prozent. Besonders betroffen sind Jugendliche unter 25 Jahren mit 1.054 Arbeitslosen (+5,0 %) sowie ältere Arbeitnehmer über 50 Jahre mit 4.348 Betroffenen (+4,1 %).
„Schulungen dürfen kein Parkplatz für Arbeitslose sein. Sie müssen rasch und gezielt in echte Jobs führen. Genau das passiert derzeit zu wenig“, stellt Waldmann klar.
Zusätzlich verschärft sich die Lage am Lehrstellenmarkt: Die Zahl der offenen Lehrstellen ist um 22,2 Prozent eingebrochen. Damit werden jungen Menschen Perspektiven genommen, während die Landesregierung weiter Selbstbeweihräucherung betreibt.
„Das Burgenland braucht endlich eine Politik für arbeitende Menschen, Lehrlinge und Pendler: Entlastung der Betriebe, Sicherheit für Arbeitsplätze und echte Perspektiven statt PR-Meldungen. Ohne Kurswechsel wird sich diese negative Entwicklung weiter verschärfen“, betont LAbg. Sandro Waldmann abschließend.