15. Juni 2026

Transparente Vergabe statt Freunderlwirtschaft

Die Burgenland Energie steht im Eigentum des Landes und gehört damit den Burgenländern. Umso schwerer wiegen Hinweise, wonach bei der Vergabe von Ausbildungsplätzen nicht allein die Qualifikation, sondern vor allem persönliche Kontakte den Ausschlag geben.

Konkret erreichten die FPÖ Burgenland anonyme Schilderungen von Eltern, deren Kinder sich vergeblich um Lehrstellen bemühten, während andere Bewerber aus dem unmittelbaren Umfeld ranghoher politischer Funktionsträger problemlos zum Zug kamen. Wer niemanden kennt, hat offenbar keine Chance – dieser Eindruck verfestigt sich bei vielen Betroffenen.

"Wenn eine landeseigene Gesellschaft wie die Burgenland Energie Ausbildungsplätze nicht nach Qualifikation und Eignung vergibt, sondern nach politischer Nähe und persönlichen Beziehungen, dann ist das ein Skandal ersten Ranges", kritisiert FPÖ-Energiesprecher LAbg. Sandro Waldmann.

Wer jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben verwehrt, weil sie nicht das richtige Parteibuch haben, der handelt zutiefst ungerecht. Zugleich wird das Vertrauen in unsere Institutionen weiter beschädigt, denn die Bevölkerung erwartet zu Recht saubere und faire Auswahlprozesse bei Unternehmen im Landeseigentum.

Um volle Transparenz herzustellen, kündigt Waldmann eine umfassende IFG-Anfrage an die Burgenland Energie an. "Das Unternehmen wird darin aufgefordert, sämtliche Vergabeentscheidungen der letzten Jahre offenzulegen – inklusive Bewerberzahlen, Qualifikationsprofile und Entscheidungsbegründungen. Die burgenländische Bevölkerung hat ein Recht darauf zu erfahren, ob hier sauber gearbeitet wurde oder ob politische Netzwerke den Ausschlag geben", so Waldmann.

"Die Burgenland Energie muss ihre Vergabepraxis bei Ausbildungsplätzen vollständig offenlegen und durch ein transparentes, nachvollziehbares Bewerbungsverfahren ersetzen. Nur so kann der Eindruck politischer Postenbesetzung ausgeräumt werden. Wer gute Arbeit leisten will, muss für Chancengleichheit sorgen – und zwar nicht nur in Sonntagsreden", stellt Waldmann klar.

Die FPÖ Burgenland wird diesen Hinweisen nachgehen und zusätzlich eine parlamentarische Anfrage an den zuständigen Landesrat vorbereiten.

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