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04. August 2025

Tourismuszahlen schöngerechnet

FPÖ-LAbg. Ries: Die tatsächliche Entwicklung im Burgenland ist rückläufig!“

„Während die Landesregierung die aktuellen Tourismuszahlen als großen Erfolg verkauft, verschweigt sie geflissentlich, dass diese Werte durch statistische Kunstgriffe und Sondereffekte verzerrt sind“, kritisiert heute FPÖ-Klubobmann-Stellvertreter Christian Ries die von Landeshauptmann Doskozil präsentierten Nächtigungszahlen für 2024 und das erste Halbjahr 2025.

"Die Nächtigungszahlen sind künstlich aufgebläht", meint Ries und verweist darauf, dass seit 2022 erstmals auch Camping-Nächtigungen der Nova Rock-Besucher vollständig in die offizielle Statistik einfließen. „Dieses Festival ist zweifellos ein wichtiges Event, aber es hat mit dem klassischen Tourismus, der den heimischen Betrieben Wertschöpfung bringt, wenig zu tun. Die Umwegrentabilität bei Konzert-Campern für die Region ist enden wollend, aber die Einbeziehung dieser Zahlen verzerrt den Vergleich mit den Jahren vor 2022 massiv“, stellt Ries klar.

"Eine strenge Rechnung für 2024 zeigt daher kein Rekord, sondern einen Rückgang", so Ries.

Laut offiziellen Angaben erreichte das Burgenland 2024 mit 3.287.000 Nächtigungen einen vermeintlichen Höchstwert. Zieht man jedoch die rund 200.000 Festivalgäste des Nova Rock ab, ergibt sich nur noch ein Wert von etwa 3.087.000 Nächtigungen und damit liegt das Burgenland unter dem Rekordwert von 2019, als ohne Nova Rock-Effekte 3.144.000 Nächtigungen verzeichnet wurden.

„Die Regierung feiert einen Rekord, den es ohne die Sondereffekte eines Musikfestivals schlicht nicht gibt“, so Ries.

Die Halbjahreszahlen für 2025 sind ähnlich zu sehen: Plus durch Großevent, nicht durch nachhaltigen Tourismus

Auch die jüngsten Daten für das erste Halbjahr 2025 zeigen laut Ries keinen Grund zum Jubeln: „Ein Plus von 2,2 % wird präsentiert, ohne darauf hinzuweisen, dass es erneut Sondereffekte wie das Nova Rock gibt. Nachhaltiges Wachstum im Tourismus, das unsere heimischen Betriebe stärkt, sieht anders aus.“

Ries fordert daher:

● Klar getrennte Ausweisung der Nächtigungen von Großevents wie Nova Rock, um die Vergleichbarkeit mit früheren Statistiken zu wahren.

● Ehrliche Kommunikation seitens der Landesregierung, anstatt „geschönte Rekordmeldungen“ zu verbreiten.

● Innovation und neue Strategien für echten Ganzjahrestourismus, statt statistischer Kunstgriffe.

„Nur ehrliche Zahlen und echte Innovationen eröffnen Perspektiven für die Zukunft unserer Betriebe“, so Ries abschließen

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