29. September 2026

Studie zeigt, was die Leute wollen, und der Fanclub liefert es nicht

73 Prozent wollen günstigen Strom. Eine private Energiegemeinschaft liefert billiger, und Einspeiser zahlen beim Fanclub drauf

Die gestern präsentierte Energiestudie liefert ausgerechnet das Argument gegen den Fanclub der Burgenland Energie. Für 73 Prozent der Interessierten und Mitglieder sind geringe Stromkosten ein sehr wichtiger Grund für eine Energiegemeinschaft. „Genau dort fällt der Fanclub durch“, sagt FPÖ-Energiesprecher LAbg. Sandro Waldmann. „Die Fronius-Energiegemeinschaft liefert um 8,9 Cent netto. Sie verlangt keine Beitrittsgebühr und keine laufenden Kosten, und jeder Burgenländer kann mitmachen. Der Fanclub verlangt 10 Cent. Die Teilnahmegebühr von 4 Euro im Monat hat der Fanclub im April nur für Kunden der Burgenland Energie gestrichen. Wer woanders Strom bezieht, zahlt sie weiter, und jeder Einspeiser sowieso. Das ist keine Energiegemeinschaft, das ist Kundenbindung.“

Einspeiser zahlen drauf

Noch schlechter steigen die Häuslbauer mit Photovoltaik aus. Der Fanclub zahlt 7 Cent netto für Sonnenstrom und zieht jedem Einspeiser 4 Euro im Monat ab. Laut Vertrag gilt das auch dann, wenn in einem Monat gar nichts eingespeist wird. Reicht die Vergütung nicht aus, wird die Differenz per Lastschrift vom Konto abgebucht. Die regionalen Energiegenossenschaften im Burgenland zahlen 8 Cent und verlangen keine monatliche Gebühr. „Wer im Jahr 1.000 Kilowattstunden liefert, bekommt dort 80 Euro. Beim Fanclub bleiben nach Abzug der Gebühr 22 Euro übrig.“

„Dauerhaft“ auf der Bühne, „strebt an“ im Vertrag

Burgenland-Energie-Chef Sharma versprach gestern „dauerhafte Preissicherheit mit 10 Cent/kWh“. In der Bezugsvereinbarung steht dagegen nur, der Verein „strebt es grundsätzlich an“, den Preis 20 Jahre lang nicht anheben zu müssen. Dazu kommt ein Vorbehalt für den Fall, dass dem Verein die Zahlungsunfähigkeit droht. „Wer dauerhaft verspricht, soll es auch unterschreiben“, so Waldmann.

Waldmann fordert, die Teilnahmegebühr für alle Mitglieder zu streichen und die Einspeisevergütung mindestens auf das Niveau der Genossenschaften anzuheben. „Die Burgenland Energie gehört mehrheitlich dem Land. Solange ein privater Verein billiger liefert als der Landesversorger, beweist die Studie nur eines: Die Leute wollen günstigen Strom, und die SPÖ liefert ihn nicht.“

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