08. August 2026

Stocker ist rücktrittsreif – wer Familienarbeit derart geringschätzt, ist als Bundeskanzler fehl am Platz

Als Vater zweier erwachsener Söhne weiß ich, was es bedeutet, Kinder großzuziehen – ÖVP Burgenland widerspricht Stocker, schweigt aber zu den Konsequenzen

„Christian Stocker hat mit seiner Aussage zur Kinderbetreuung gezeigt, wie weit dieser Bundeskanzler von der Lebensrealität unserer Familien entfernt ist. Wer Kinderbetreuung nicht als Arbeit sieht, hat keine Vorstellung davon, was Mütter und Väter jeden einzelnen Tag leisten. Seine nachgeschobene Entschuldigung macht diese Aussage nicht ungeschehen. Christian Stocker ist rücktrittsreif“, erklärt FPÖ-Klubobmann Christian Ries.

Ries spricht dabei auch aus eigener Erfahrung: „Ich bin selbst Vater von zwei mittlerweile erwachsenen Söhnen und weiß sehr genau, was es bedeutet, Kinder großzuziehen. Da gibt es keine Stechuhr, keinen Feierabend und keinen freien Sonntag. Eltern tragen Verantwortung, wenn die Kinder gesund sind und genauso, wenn sie mitten in der Nacht krank werden. Sie begleiten ihre Kinder durch gute und schwierige Zeiten und stellen dabei oft genug die eigenen Bedürfnisse hinten an. Wer das nicht als Arbeit begreift, hat vom wirklichen Leben unserer Familien wenig verstanden.“

Für Ries sei gerade die Arbeit innerhalb der Familie eine der wertvollsten Leistungen für unsere Gesellschaft. Eltern würden ihre Kinder erziehen, ihnen Werte vermitteln, ihnen Halt geben und sie auf ein selbstständiges Leben vorbereiten.

„Eltern ziehen jene Generation groß, die morgen unser Sozialsystem trägt. Ohne Familien, ohne Kinder und ohne die tägliche Leistung von Müttern und Vätern gibt es auf Dauer keinen funktionierenden Sozialstaat. Wer Familienarbeit geringschätzt, gefährdet auch die Zukunft unseres Landes.“

„Unsere Kinder sind die Erwachsenen von morgen. Was Mütter und Väter heute leisten, prägt unsere Gesellschaft für Jahrzehnte. Diese Leistung mit ein paar unbedachten Worten kleinzureden, ist eines Bundeskanzlers unwürdig. Stocker musste offenbar erst den öffentlichen Aufschrei erleben, um zu verstehen, was Millionen Österreicher aus ihrem täglichen Leben kennen“, so Ries.

Bemerkenswert sei auch die Reaktion der ÖVP Burgenland. Landesparteiobmann Christoph Zarits erklärte selbst, Kinderbetreuung sei „anstrengende Arbeit und viel Arbeit“. Damit widerspreche er seinem eigenen Bundeskanzler in der Sache eindeutig.

„Im Burgenland erklärt die ÖVP ihren eigenen Kanzler für falsch, aber für die Konsequenzen fehlt der Mut. Herr Zarits, wenn Sie es ernst meinen, dann sagen Sie Christian Stocker auch offen, was Sie den Burgenländern ausrichten: Kinderbetreuung ist Arbeit. Und wenn ein Bundeskanzler das nicht versteht, dann ist er für dieses Amt der Falsche. Ein bisschen Distanz in Eisenstadt und Schweigen Richtung Wien ist zu wenig“, erklärt Ries.

Für Ries müsse die Politik Familien endlich jenen Stellenwert geben, den sie verdienen. Dazu gehöre auch eine ernsthafte Diskussion über die finanzielle Anerkennung jener Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen und dafür beruflich und finanziell zurückstecken.

„Als Vater weiß ich, was Eltern leisten. Als Politiker habe ich die verdammte Pflicht, diese Leistung zu respektieren und für diese Familien einzutreten. Unsere Mütter und Väter brauchen keine Belehrungen aus dem Kanzleramt. Sie verdienen Anerkennung für das, was sie jeden Tag für ihre Kinder und damit für unser Land leisten. Christian Stocker hat mit wenigen Worten gezeigt, wie weit er davon entfernt ist. Daher gibt es für mich nur eine Konsequenz: Rücktritt“, so Ries abschließend.

© 2026 Freiheitliche Partei Österreichs. Alle Rechte vorbehalten.