Die SPÖ spricht von Dialog und Zusammenarbeit, die Realität sieht jedoch völlig anders aus“, kritisiert FPÖ-Bildungssprecherin und Landtagsabgeordnete Michelle Whitfield nach dem Beschluss der Novelle zum Burgenländischen Pflichtschulgesetz. Obwohl das Gesetz weitreichende Auswirkungen auf Schulstandorte, Gemeinden, Familien und Kinder hat, wurde die zuständige Bildungssprecherin der FPÖ zu keiner einzigen Verhandlungsrunde eingeladen. „Gerade bei einem so sensiblen Thema wäre ein parteiübergreifender Austausch im Interesse der burgenländischen Schüler notwendig gewesen“, so Whitfield.
Besonders scharf kritisiert Whitfield den Umgang von SPÖ-Klubobmann Roland Fürst mit der Opposition. „Herr Fürst schließt die FPÖ systematisch von Parteiverhandlungen aus. Wer Gesetze mit so großer Tragweite ausschließlich hinter verschlossenen Türen mit ausgewählten Parteien verhandelt, darf sich nicht als Verfechter eines offenen politischen Dialogs präsentieren. Demokratie lebt vom Austausch unterschiedlicher Standpunkte – nicht vom Ausschluss der stärksten Oppositionspartei.“
Inhaltlich sieht die FPÖ durchaus einzelne Verbesserungen, etwa bei der Flexibilisierung der Deutschförderung. „Wenn die SPÖ endlich Positionen übernimmt, die wir Freiheitliche seit Jahren vertreten, begrüßen wir das selbstverständlich“, erklärt Whitfield. Gleichzeitig lehne die FPÖ aber jene Bestimmungen ab, die den Weg für die Stilllegung und spätere Auflassung kleiner Schulstandorte ebnen könnten. „Gerade im ländlichen Raum sind Schulen ein wesentlicher Bestandteil des Gemeindelebens und ein entscheidender Standortfaktor für junge Familien.“
„Wer ernsthaft die beste Lösung für unsere Kinder finden will, muss alle demokratisch gewählten Parteien an einen Tisch holen. Die SPÖ hat sich stattdessen für einen Alleingang entschieden. Das ist schlechter Stil und wird der Bedeutung dieses Gesetzes nicht gerecht“, so Whitfield abschließend.