Mit scharfer Kritik reagiert die freiheitliche Bildungssprecherin LAbg. Michelle Whitfield auf die Aussagen von Soziallandesrat Leonhard Schneemann zur Umstrukturierung der Schulassistenz im Burgenland. „Was hier als Entbürokratisierung und bessere Koordination verkauft wird, ist in Wahrheit eine massive Kürzung auf dem Rücken der Schwächsten. Das Assistenzbudget wurde um ein Drittel reduziert – und trotzdem redet man von Verbesserung. Das ist eine Verhöhnung aller betroffenen Familien“, so Whitfield.
Besonders alarmierend sei, dass die Verteilung der Unterstützungsmaßnahmen nun zentral durch den Sozialbereich und die Bildungsdirektion erfolgt. „Das bedeutet weniger Mitsprache für Eltern und Schulen, mehr Intransparenz und ein höheres Risiko, dass dringend benötigte Hilfe nicht rechtzeitig oder gar nicht kommt. Gleichzeitig wird Schulassistent:innen geraten, sich beruflich umzuorientieren – das ist nichts anderes als ein kalter Rausschmiss.“
Whitfield fordert eine sofortige Rücknahme der Kürzungen und stattdessen eine bedarfsgerechte Ausweitung der Schulassistenz: „Jedes Kind, das Unterstützung braucht, muss sie auch bekommen. Punkt. Wer daran spart, spart nicht an Strukturen – sondern an Menschlichkeit.“