08. Oktober 2026

Schneemanns Pflege-PR: Fotos statt Ergebnisse

Die Burgenländer brauchen Ergebnisse. Fotos haben sie genug!

Während HOSPIZ Österreich heute, am 8. Oktober, bei einem Pressegespräch Ehrenamt, Versorgung und Finanzierung in den Mittelpunkt rückt, präsentierte Soziallandesrat Leonhard Schneemann gestern bei einem Baustellenbesuch den Baufortschritt des ersten stationären Hospizes in Oberpullendorf. Gemeinsam mit Geschäftsführer Andreas Predl ließ er sich erneut auf der Baustelle ablichten. Die offenen Probleme seines Pflegesystems löst das jedoch nicht. Der Besuch erfolgte im Vorfeld des Internationalen Hospiz und Palliativtags am 10. Oktober; bereits im April hatte das Land eine Gleichenfeier auf derselben Baustelle medial begleitet.

Gerade bei der Burgenländischen Pflegeheim Betriebs-GmbH zeigen die Zahlen weiterhin erhebliche finanzielle Probleme: negatives Eigenkapital und ein Jahresverlust. Der Steuerzahler wird für das landesnahe Pflegesystem massiv zur Kasse gebeten. Gleichzeitig sind die Pflegestützpunkte noch lange nicht flächendeckend in Betrieb und der Ausbau liegt massiv hinter dem ursprünglich angekündigten Zeitplan zurück. Dafür trägt Schneemann die politische Verantwortung.

„Gerade an einem solchen Tag wären konkrete Ergebnisse gefragt: Was funktioniert? Wie werden die Einrichtungen ausgelastet? Wie werden die Finanzen stabilisiert? Wann werden die versprochenen Leistungen tatsächlich verfügbar sein?“, fragt FPÖ-Pflege- und Seniorensprecher LAbg. Mario Jaksch.

Ein Hospiz ist wichtig. Gerade deshalb reicht es nicht aus, den Bau von Ziegelsteinen als politischen Erfolg zu verkaufen. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen brauchen Versorgung, Mitarbeiter brauchen verlässliche Strukturen und die Steuerzahler einen verantwortungsvollen Umgang mit ihrem Geld.

„Herr Schneemann, steigen Sie von Ihrer PR-Tour ab, setzen Sie sich an Ihren Schreibtisch und erledigen Sie endlich Ihre Arbeit. Die Burgenländer brauchen Ergebnisse. Fotos haben sie genug“, fordert Jaksch.

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