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20. Juli 2021

Schließung der Hansagfood-Läden

Echtes innovatives Bio- und Regionalversorgungskonzept scheitert an politischen Unwillen und österreichsicher Bürokratie!

Wie diversen Medien- und Social-Media-Beiträgen zu entnehmen ist wirft der Betreiber der Hansagfood-Läden, Hans Goldenits aus Tadten, das Handtuch und schließt zwangsweise mit 26.Juli alle seine Läden.

Trotz, oder gerade wegen der großen Beliebtheit und Anklang welches das Konzept bei der Bevölkerung erfuhr – 24/7 geöffnet, regionale Bio-Produkte, kein Personal, Kunden bedienen, rechnen zusammen und bezahlen völlig selbstständig – und eines wirtschaftlichen Erfolges, muss sich Goldenits nun dem politischen Unwillen und der österreichischen Bürokratie beugen.

Verärgert darüber zeigt sich auch FPÖ Bezirksparteiobmann Mario Jaksch: „Hier zeigt sich wieder einmal eine typisch österreichische Problematik. Jeder bedauert die Schließung der Läden, aber Schuld daran ist niemand, beziehungsweise jeweils der andere! Die Schuldfrage wird zwischen Land und Bund, Landwirtschafts- und Wirtschaftskammer und unterschiedlichen Rechtsauslegungen hin und her gespielt, der wirklich große Verlierer bleibt neben Herrn Goldenits selbst aber wieder einmal die Bevölkerung und die Region, der damit auch echte heimische (Bio)Wertschöpfung verlorengeht.“

Stein des Anstoßes bildeten Klagsdrohungen wonach rein rechtlich in Hofläden nur eigens produzierte landwirtschaftliche Güter verkauft werden dürfen. Sobald auch nur geringste Mengen fremdproduzierter Güter mitverkauft werden, gilt dies nicht mehr als direktvermarktender Bauernladen, sondern als Händler. Somit käme dann das Handels- und Gewerberecht mitsamt Ladenöffnungszeiten zum Tragen.

„Wenn die Landesregierung sich nicht im Stande sieht eine Ausnahmeregelung zu finden oder zu ermöglichen, so ist sie nun zumindest aufgefordert unverzüglich Druck auf die Bundesregierung auszuüben, um die nötige Änderung im Öffnungszeitengesetz und der Gewerbeordnung vorzunehmen, mit der alle derzeitigen Probleme mit einem Schlag behoben werden könnten“, fasst Jaksch die Forderungen der FPÖ zusammen.

„Einerseits immerzu von Bio-Wende, Regionalität und Versorgungssicherheit zu reden, andererseits innovative Konzepte die eben diese Punkte umzusetzen versuchen im Regen stehen zu lassen oder gegen deren Willen in quasi staatliche Vermarktungsgenossenschaften wie die Bioland Burgenland eGen zu nötigen ist nicht der richtige Weg“, so Jaksch abschließend, der auch noch betont: „Die aktuelle Petition von Hansagfood habe ich selbstverständlich bereits im April schon unterschrieben und ich hoffe es folgen noch viele Unterstützungen mehr.“

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