Zu den aktuellen Vorwürfen rund um die im Burgenländischen Landtag verteilten Eier stellt FPÖ-Klubobmann Christian Ries klar: „Der Vorwurf, der FPÖ-Landtagsklub habe bewusst Billigeier aus Polen gekauft, ist schlicht falsch. Wir haben die Eier ganz bewusst bei einem relativ kleinen Familienbetrieb im Bezirk Oberwart gekauft, weil wir von regionaler Ware ausgegangen sind. Dieser Betrieb musste wegen der Bestellmenge bei einem größeren Betrieb im Bezirk Oberpullendorf zukaufen. Dass dort wiederum Eier aus Polen bezogen wurden, war weder dem FPÖ-Landtagsklub noch dem Familienbetrieb aus dem Südburgenland bekannt.“
Für Ries zeigt der Fall vor allem das völlige Versagen der ehemaligen Bundesregierung bei der Lebensmittelkennzeichnung auf: „Es kann nicht sein, dass man in Österreich einkauft und trotzdem nicht sicher sein kann, dass auch tatsächlich Österreich drin ist. Genau dieses Problem besteht seit Jahren, und weder der ÖVP-Landwirtschaftsminister noch der grüne Konsumentenschutzminister haben hier irgendetwas zustande gebracht.“
Die FPÖ habe im Nationalrat mehrfach Anträge für eine klare und transparente Herkunftskennzeichnung eingebracht, damit Konsumenten endlich wissen, was tatsächlich auf ihren Tellern landet. „Wenn jetzt ausgerechnet die Grünen auf Eier aus Polen hinweisen, dann führen sie damit nur ihr eigenes Scheitern in der ehemaligen Bundesregierung vor Augen. Fünf Jahre Regierungsbeteiligung haben am Ende vor allem höhere Steuerbelastung, einen Batzen Schulden und null Verbesserung für die Konsumenten gebracht“, so Ries.
FPÖ-Agrarsprecher und Landesparteisekretär Thomas Karacsony verweist auf die tieferliegenden Ursachen: „Die Eier wurden bei einem burgenländischen Produzenten bestellt – im guten Glauben, regionale Ware zu erhalten. Dass einzelne Eier aus dem EU-Ausland stammen, ist rechtlich zulässig und kein Einzelfall. Das Problem liegt viel tiefer: Unsere Bauern stehen unter massivem Preisdruck, unter immer mehr Bürokratie und unter Wettbewerbsnachteilen, während die Herkunft von Lebensmitteln für die Konsumenten immer stärker verwässert wird.“
Karacsony sieht darin ein Systemversagen: „Wer heute empört auf einen Eiercode zeigt, sollte endlich die Ursachen benennen. Solange heimische Produzenten mit Auflagen überzogen werden, während gleichzeitig ausländische Ware den Markt flutet, braucht man sich über solche Fälle nicht wundern.“
Ries abschließend: „Das aufgeregte Gegacker der Grünen Bio-Extremisten richtet sich von selbst. Tatsache ist: Nicht die FPÖ hat das Problem geschaffen, sondern jene Kräfte, die seit Jahren in Regierungsverantwortung sitzen und weder die heimische Landwirtschaft schützen noch für ehrliche Herkunftskennzeichnung sorgen. Wer auf die Polen-Eier zeigt, zeigt in Wahrheit auf das Versagen der ehemaligen schwarz-grünen Regierung.“