12. Mai 2026

Pflege braucht Menschlichkeit, keine „Reißbrett-Pflege“

FPÖ-Landtagsabgeordneter Mario Jaksch bedankt sich zum Tag der Pflege bei allen Pflegekräften und warnt vor einem Pflegesystem, das Nähe, Vertrauen und Wahlfreiheit verdrängt.

„Der Internationale Tag der Pflege ist vor allem ein Tag des Dankes. Pflegekräfte leisten Tag für Tag Außergewöhnliches. Sie kümmern sich um ältere Menschen, Schwerkranke und Angehörige, oft unter enormem Druck. Diese Arbeit verdient Respekt, Anerkennung und vernünftige Rahmenbedingungen“, betont Jaksch anlässlich des morgigen Internationalen Tags der Pflege. „Es wäre längst an der Zeit, dass auch die Politik einmal Außergewöhnliches leistet, statt immer größere Apparate aufzubauen“, so Jaksch.

„Pflege ist kein Verwaltungsakt, und ein Pflegeheim kein Parkplatz“, kritisiert Jaksch die sogenannte Reißbrett-Pflege des Landes Burgenland. Hinter großen Ankündigungen entstehe zunehmend ein zentralistisches Einheitssystem, das gewachsene Strukturen verdränge und Menschen zu Nummern mache.

„Das System Doskozil verkauft seine Reißbrett-Pflege als modernstes Pflegenetz Europas. In Wahrheit entsteht immer stärker ein zentralisiertes und standardisiertes System, in dem persönliche Betreuung und gewachsene Vertrauensverhältnisse zunehmend verloren gehen und die kalte Verwaltungslogik des Landes immer mehr eingreift“, warnt Jaksch.

„Menschen werden aus ihrer vertrauten Umgebung gerissen, damit alles in ein politisch gesteuertes Einheitssystem passt. Alte Menschen brauchen keine unpersönliche Systempflege, sondern Nähe, Vertrauen und Menschlichkeit“, macht Jaksch deutlich.

Besonders problematisch sei, dass die organisatorische Umstellung bereits läuft, obwohl viele angekündigte Pflegestützpunkte erst in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen. Bis Ende 2026 sollen laut Landesregierung erst 15 Standorte in Betrieb sein.

„Zwischen großen Ankündigungen und der Realität vor Ort klafft eine deutliche Lücke. Die Menschen brauchen jetzt Versorgungssicherheit und keine PR-Schlagzeilen“, gibt Jaksch zu bedenken.

Kritik übt Jaksch auch am Begriff der „Gemeinnützigkeit“, mit dem das Land seine Politik vermarkte. „Gemeinnützig klingt schön. Entscheidend ist aber, ob die Menschen dadurch wirklich besser versorgt werden. Im System Doskozil entstehen zunehmend aufgeblähte zentrale Strukturen und enorme Kosten für den Steuerzahler. Gute Pflege erkennt man aber nicht an politischen Schlagworten, sondern an Qualität, Menschlichkeit und Vertrauen“, betont Jaksch.

Die FPÖ Burgenland spricht sich daher für ein Pflegesystem mit echter Wahlfreiheit, fairen Rahmenbedingungen für alle gemeinnützigen Träger und stärkerer Einbindung der Betroffenen aus.

„Wir Freiheitliche stehen klar hinter einer leistbaren und wohnortnahen Pflege. Moderne Pflege bedeutet aber nicht Zentralisierung um jeden Preis, sondern Versorgungssicherheit, Menschlichkeit und Wahlfreiheit. Empathie kann man nicht verstaatlichen. Gute Pflege entsteht durch Herzblut, Vertrauen und gewachsene Beziehungen – nicht durch politischen Zentralismus“, stellt Jaksch klar.

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