Anlässlich des Nationalfeiertags am 26. Oktober erinnert FPÖ-Klubobmann Christian Ries an die Bedeutung von Freiheit, Neutralität und Selbstbestimmung. Gleichzeitig nimmt er aktuelle Zahlen des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) zum Anlass, eine verantwortungsvolle Migrations- und Integrationspolitik einzufordern.
„Unsere Souveränität und die immerwährende Neutralität sind tragende Säulen der Zweiten Republik. Sie verpflichten uns, Österreichs Interessen selbstbewusst zu vertreten, unsere Identität zu bewahren und die Sicherheit unserer Bevölkerung zu gewährleisten“, betont Ries.
„Integration ist eine Bringschuld“
Die Zahlen des ÖIF verdeutlichen den gesellschaftlichen Wandel: Österreichweit haben bereits 28,2 Prozent der Bevölkerung einen Migrationshintergrund, 22,9 Prozent wurden im Ausland geboren. Im Burgenland sind es rund 41.900 Menschen beziehungsweise 13,9 Prozent der Bevölkerung. In Eisenstadt liegt dieser Anteil mit 23,1 Prozent noch deutlich höher. Zu den wichtigsten Herkunftsländern zählen Ungarn, Deutschland und die Slowakei.
„Das Burgenland ist unsere Heimat, geprägt von seinen Traditionen und einem starken Zusammenhalt. Wer dauerhaft bei uns leben möchte, muss unsere Sprache lernen, unsere Gesetze respektieren und seinen Beitrag zur Gesellschaft leisten. Integration ist eine Bringschuld und keine Einbahnstraße“, stellt Ries klar. Dabei sei selbstverständlich zwischen integrationswilligen Menschen und jenen, die sich einer Integration verweigern, zu unterscheiden.
„Integration darf nicht auf dem Rücken unserer Kinder ausgetragen werden“
Besonders Schulen, Gemeinden und soziale Einrichtungen dürften durch Zuwanderung nicht überfordert werden. „Ausreichende Deutschkenntnisse müssen in unseren Schulen selbstverständlich sein. Kein Kind darf Bildungsnachteile erleiden, weil sprachliche Defizite nicht rechtzeitig behoben werden. Unsere Lehrer brauchen Unterstützung statt zusätzlicher Belastungen“, fordert Ries.
Angesichts der angespannten Landesfinanzen brauche es zudem Transparenz über die Auswirkungen der Migration auf Arbeitsmarkt, Bildungssystem und Sozialleistungen. „Landeshauptmann Doskozil und seine Landesregierung müssen Entwicklungen rechtzeitig erkennen und entsprechend handeln. Unser Sozialstaat muss auch für kommende Generationen finanzierbar bleiben.“
„Unsere Heimat ist keine Selbstverständlichkeit“
Abschließend erinnert Ries an die besondere Verantwortung, die mit dem Nationalfeiertag verbunden sei: „Freiheit, Sicherheit und Selbstbestimmung sind unser höchstes Gut im Hause Österreich. Unsere Sprache, Kultur und Traditionen bilden das Fundament unseres Zusammenlebens. Dieses republikanische Fundament darf nicht angekratzt werden. Wer es erhalten will, muss Fehlentwicklungen offen ansprechen und rechtzeitig gegensteuern. Das ist keine Ausgrenzung, sondern Verantwortung gegenüber unseren Kindern und Enkelkindern.“
„Der 26. Oktober erinnert uns daran, dass ein freies, neutrales und selbstbestimmtes Österreich keine Selbstverständlichkeit ist. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass Österreich und unser Burgenland auch künftig eine sichere und lebenswerte Heimat bleiben“, so Ries abschließend.