Die Tageszeitung oe24 enthüllte gestern eine bemerkenswerte Wendung in der Causa des Abhörskandals rund um die degoutanten Aussagen des Wiener Wirtschaftskammerpräsidenten Walter Ruck: Die illegalen Tonbandaufnahmen wurden mutmaßlich vom roten Vizepräsidenten der Wirtschaftskammer im Beisein von Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy, einem der engsten Mitstreiter von Bürgermeister Michael Ludwig, angefertigt.
Diese offensichtliche Verhaberung zwischen roten und schwarzen Granden erinnert an dunkle Zeiten der 2.Republik vor 40 oder 50 Jahren, als sich rote und schwarze Bonzen die Republik, Jobs, Aufträge und persönliche Vorteile auf Kosten der Bevölkerung schamlos aufgeteilt haben. „Auch wenn Walter Ruck mittlerweile zurückgetreten ist, finde ich es besonders widerwärtig, wie hinter den Kulissen Absprachen zwischen Ludwig und Ruck getroffen wurden, der Wiener Landesenergieversorger könne von den Haushalten und Unternehmen in der Stadt ruhig 500 Millionen Euro mehr einkassieren - schließlich braucht der unter Druck geratene Bürgermeister für seine Landtagswahl doch eine Kriegskasse zum Verteilen. Wer solche schmutzigen Deals auf dem Rücken zigtausender Stromkunden macht, braucht sich nicht zu wundern wenn er bei Wahlen gnadenlos abgestraft wird!“, ärgert sich die FPÖ-Wirtschaftsspracherin LAbg. Michelle Whitfield über das rot-schwarze Sittenbild.
„Ich gehe ungeachtet seiner seltsamen Verteidigung des Herrn Ruck davon aus, dass der Präsident der burgenländischen Wirtschaftskammer, Andreas Wirth, für solche „Hau-Ruck“-Aktionen hinter den Kulissen nicht bereit ist!“, fährt Whitfield fort: „Als Abgeordnete und Wirtschaftssprecherin, aber auch als zur Zahlung von Zwangsgebühren genötigte Unternehmerin würde ich das nämlich als schweres Foul an uns Unternehmern auffassen!“.
Whitfield kommt abschließend einmal mehr zu der für den Standort Österreich einizig sinnvollen Konsequenz aus dem ganzen Skandal: „Wie wir Freiheitlichen schon seit Jahrzehnten fordern gehört die Zwangsmitgliedschaft in den Kammern, jedenfalls aber das System der Zwangsgebühren, endlich entsorgt! Es kann im Jahr 2026 einfach nicht mehr sein, dass sich rote und schwarze Bonzen das Land wie ihr Eigentum unter sich aufteilen, während alle anderen dafür zahlen müssen! Und wir von der FPÖ werden dieses System beenden!“