„Der Bau einer neuen Kirche ist ein historischer Moment für unsere Gemeinde. Gerade deshalb muss sie auch architektonisch als das erkennbar sein, was sie ist: eine katholische Kirche unserer mitteleuropäischen Tradition“, erklärt der FPÖ-Landtagsabgeordnete und Gemeindevorstand Mario Jaksch. „Man muss daher auch offen ansprechen dürfen, dass Form und Gestaltung des geplanten Bauwerks in der Bevölkerung alles andere als unumstritten sind.“
Zahlreiche Rückmeldungen aus der Bevölkerung zeigen, dass der vorliegende Entwurf viele Menschen irritiert. „Viele Bürger erkennen darin keine klassische Kirche, sondern einen neutralen Zentralbau mit Kuppel und aufgesetzt wirkendem Kreuz. Eine Kirche braucht jedoch mehr als ein aufgesetztes Kreuz. Sie braucht eine klare christliche Symbolik, Vertikalität, Licht und eine erkennbare Einbindung in unsere gewachsene Baukultur.“
Jaksch verweist darauf, dass gleich gegenüber bei Volksschule und Erbse mit erheblichem finanziellem Aufwand historische Bausubstanz erhalten und aufwendig renoviert wurde. „Umso mehr stellt sich die berechtigte Frage, warum man sich ausgerechnet bei einem so sensiblen kirchlichen Bauwerk für eine Form entschieden hat, die von vielen Bürgern nicht einmal als modern, sondern eher als fremdartig und völlig untypisch für Österreich wahrgenommen wird.“
Jaksch betont, dass es nicht um die Ablehnung eines kirchlichen Neubaus gehe: „Die Errichtung einer Kirche in unserer Gemeinde ist grundsätzlich positiv und ein klares Bekenntnis zum kirchlichen Leben. Gerade sakrale Gebäude tragen Identität über Generationen. Die gewählte architektonische Ausführung wird jedoch mit Sicherheit noch für intensive Diskussionen sorgen.“
Kritisch sieht Jaksch auch die bisherige Informationspolitik. „Weder Gemeinderäte noch Bürger wurden eingebunden. Selbst der Bürgermeister verwies auf eine auferlegte Verschwiegenheitspflicht. Dadurch entsteht unnötiges Misstrauen.“
Für Jaksch steht fest: „Eine Kirche muss Würde ausstrahlen und als katholische Kirche unserer Heimat sofort erkennbar sein. Deshalb braucht es jetzt Offenheit, Bürgerdialog und ernsthaftes Hinterfragen.“
Die FPÖ Bruckneudorf-Kaisersteinbruch wird die weitere Entwicklung jedenfalls aufmerksam und kritisch begleiten. Gerade ein so wichtiges Bauprojekt wie ein Kirchenneubau erfordert breite Zustimmung der Bevölkerung und keine dauerhafte Spaltung.