- „Während unsere Gemeinden finanziell ums Überleben kämpfen, werden im Burgenland schon wieder neue Prestigeprojekte im Sportbereich angekündigt. Genau hier braucht es endlich Ehrlichkeit gegenüber den Bürgern“, reagiert LAbg. Markus Wiesler auf die präsentierten Pläne für ein neues Landessportzentrum in Mattersburg.
Natürlich sei Sport wichtig und der Nachwuchs verdiene Unterstützung. „Aber die entscheidende Frage lautet: Wer bezahlt am Ende die Rechnung? Während Gemeinden um jeden Euro kämpfen, Straßen, Kanalnetze und Infrastruktur kaum mehr finanzieren können und die Ertragsanteile abgeschöpft werden, entstehen immer neue Millionenprojekte“, so Wiesler.
Besonders kritisch sieht Wiesler dabei die Streichung der Güterwegeförderung für die Gemeinden durch Landeshauptmann Doskozil. „Auf der einen Seite wird den Gemeinden die wichtige Unterstützung für ihre Güterwege einfach gestrichen. Auf der anderen Seite scheint für neue zentrale Großprojekte plötzlich Geld vorhanden zu sein. Diese Prioritätensetzung versteht draußen in den Gemeinden niemand mehr.“
Gerade im ländlichen Raum seien Güterwege keine Luxusprojekte, sondern lebenswichtige Infrastruktur für Landwirtschaft, Pendler, Anrainer und regionale Wirtschaft. „Wer den Gemeinden die Güterwegeförderung entzieht, spart direkt bei den Menschen vor Ort.“
Besonders kritisch sieht Wiesler auch die weitere Konzentration rund um bestehende Strukturen im Zentralraum. „Der ländliche Raum darf nicht wieder nur Zuschauer sein. Wenn ständig von regionaler Ausgewogenheit gesprochen wird, dann muss diese auch tatsächlich gelebt werden.“
Der Gemeindesprecher fordert daher vollständige Transparenz über die tatsächlichen Kosten, Folgekosten, Finanzierungsmodelle und langfristigen Verpflichtungen des Landes. „Die Bevölkerung hat ein Recht zu erfahren, wie viele Millionen hier wieder gebunden werden, während gleichzeitig bei Gemeinden, regionaler Infrastruktur und wichtigen Förderungen permanent vom Sparen gesprochen wird.“
Für Wiesler steht fest: „Sportförderung darf kein politisches Prestigeprojekt sein. Das Geld der Steuerzahler ist verantwortungsvoll einzusetzen – besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Die Gemeinden brauchen endlich wieder Luft zum Atmen und keine weiteren zentralistischen Luxusprojekte.“