Die aktuelle LKW-Zählung der Wirtschaftskammer liefert ein deutliches Signal: Bei der ersten Erhebung wurden in Oberwart bereits rund 80 Prozent österreichische LKW-Kennzeichen festgestellt. Damit wird die Argumentation der Landesregierung, vor allem den Transitverkehr zur Kasse bitten zu wollen, zunehmend unglaubwürdig.
„Diese ersten Zahlen bestätigen unsere Befürchtungen. Die geplante Maut trifft nicht nur irgendeinen ausländischen Transit, sondern zu einem erheblichen Teil die österreichische und damit auch die burgenländische Wirtschaft. Die zusätzlichen Kosten werden über die Transportpreise weitergegeben und landen letztlich bei Betrieben und Konsumenten“, erklärt FPÖ-Verkehrssprecher LAbg. Mag. Thomas Grandits.
Die geplante Jahresmaut von bis zu 1.000 Euro pro LKW sei gerade für heimische Transportunternehmen eine zusätzliche Belastung. Gleichzeitig drohe ein weiterer unerwünschter Effekt: Mautpflichtige Strecken könnten zusätzlichen LKW-Verkehr auf mautfreie Ausweichrouten verlagern – mit mehr Lärm, Schadstoffen und Belastungen für die Anrainer.
„Andere Bundesländer zeigen, dass es auch anders geht: Niederösterreich und die Steiermark erteilen einer LKW-Maut auf Landesstraßen eine klare Absage. Dort erkennt man, dass zusätzliche Transportkosten in Zeiten wirtschaftlicher Herausforderungen das falsche Signal sind.“
Grandits fordert daher von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Verkehrslandesrat Heinrich Dorner, die anstehenden Gespräche mit der Wirtschaft ernst zu nehmen und die Mautpläne fallen zu lassen.
„Doskozil und Dorner müssen jetzt zur Vernunft kommen. Es gibt sinnvollere Maßnahmen, um die Verkehrsprobleme im Burgenland zu lösen. Statt neue Gebühren einzuführen, braucht es konsequente Kontrollen des illegalen LKW-Verkehrs auf Ausweichstrecken und eine wirksame Überwachung bestehender Fahrverbote.“
„Die Politik sollte die heimische Wirtschaft und die Konsumenten entlasten, statt neue Kosten zu schaffen. Die LKW-Maut ist der falsche Weg – sie gehört endgültig vom Tisch.“
04. September 2026
LKW-Zählung bestätigt: Maut würde heimische Wirtschaft und Konsumenten treffen
FPÖ-Verkehrssprecher fordert von Doskozil und Dorner endgültiges Aus für die LKW-Maut