Eisenstadt, 27-03-2018 - Noch führen Exekutive und Bundesheer an der Grenze zu Ungarn und zur Slowakei Fahrzeug- und Personenkontrollen durch. Doch diese Maßnahme läuft Ende April aus, wenn es nach dem Willen der EU geht.
„Grenzkontrollen müssen unbedingt aufrechterhalten werden“, fordert Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz, angesichts der jüngsten Aufgriffe von 45 illegalen Flüchtlingen in der Nähe der Informhalle in Oberwart. „Der heutige Fall ist der beste Beweis, wie notwendig die Kontrollen sind - und lässt erahnen, was los wäre, wenn wir keine Grenzkontrollen hätten.“
„Solange der Grenzschutz an der Schengen-Außengrenze nicht gegeben ist, muss Österreich selbst streng kontrollieren, wer einreist“, unterstreicht der burgenländische FPÖ-Chef und verweist darauf, dass er bei dieser Forderung auch die Bevölkerung hinter sich wisse. Dass das Burgenland das sicherste Bundesland Österreichs ist, sei nicht zuletzt auf die Kontrollen von Heer und Polizei an den Grenzen zurückzuführen. Das habe sich auch bei Kriminellen herumgesprochen.
Der Assistenzeinsatz werde von der Bevölkerung überwiegend unterstützt. Auch deshalb sollten die Grenzkontrollen bestehen bleiben, erklärt Tschürtz. Durch das Zusammenwirken von Heer und Exekutive werde vor allem dem Schlepperwesen ein Riegel vorgeschoben.
27. März 2018