02. November 2026

LAbg. Grandits: „Eigenheim muss wieder leistbar werden – Dorner muss bei der Wohnbauförderung endlich handeln!“

Freiheitliche fordern 150.000 Euro Landesdarlehen für Familien, 0,5 Prozent Fixzins und bis zu 30.000 Euro Sanierungszuschuss für den Althausankauf

Die aktuellen Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Wie der „Kurier“ berichtet, sind die Preise für Einfamilienhäuser im Burgenland im ersten Halbjahr 2026 um 13,6 Prozent gestiegen – österreichweit der stärkste Anstieg. Im Bezirk Jennersdorf beträgt die Steigerung sogar 30 Prozent, im Bezirk Güssing 26,2 Prozent. Dass das Burgenland trotzdem weiterhin das günstigste Bundesland für den Erwerb eines Eigenheims ist, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Leistbarkeit zunehmend unter Druck gerät.

„Wenn sich ein Einfamilienhaus innerhalb eines Jahres um bis zu 30 Prozent verteuert, dann muss die Landesregierung endlich reagieren. Gerade junge Familien brauchen eine echte Perspektive, wenn sie sich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen wollen. Die derzeitige Wohnbauförderung wird dieser Entwicklung nicht mehr ausreichend gerecht“, erklärt der freiheitliche Wohnbausprecher LAbg. Mag. Thomas Grandits.

Der Freiheitliche Landtagsklub arbeitet deshalb derzeit an einem neuen Wohnbauförderungskonzept für das Burgenland. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt dabei auf einer deutlich attraktiveren Finanzierung des Eigenheimerwerbs. Das derzeitige Grunddarlehen soll auf 80.000 Euro angehoben werden. Durch verschiedene Zuschläge soll Familien künftig eine maximale Darlehenssumme von bis zu 150.000 Euro zur Verfügung stehen. Gleichzeitig wollen die Freiheitlichen den Zinssatz von derzeit 0,9 auf 0,5 Prozent senken und diesen über eine Laufzeit von 35 Jahren fixieren.

„Wenn das Land schon nicht bereit ist, ausreichend hohe Direktförderungen für den Erwerb eines Eigenheims bereitzustellen, dann müssen zumindest die Landesdarlehen deutlich attraktiver werden. Gerade angesichts der wieder steigenden Zinsen könnte das Burgenland damit einen echten Gegentrend setzen und den Menschen langfristige Finanzierungssicherheit bieten. 0,5 Prozent fix auf 35 Jahre wären ein starkes Signal für alle, die sich Eigentum schaffen wollen“, so Grandits.

Ein weiterer Schwerpunkt des freiheitlichen Konzepts betrifft den Ankauf und die Sanierung älterer Häuser. Derzeit ist das Landesdarlehen für den Althausankauf mit maximal 45.000 Euro begrenzt. Zusätzlich gibt es bei entsprechender Sanierung einen nicht rückzahlbaren Ankaufsbonus von zehn Prozent des Kaufpreises, höchstens jedoch 10.000 Euro.

„Gerade im Burgenland gibt es zahlreiche ältere, sanierungsbedürftige Häuser, die wieder mit Leben erfüllt werden könnten. Die derzeitige Unterstützung ist angesichts der notwendigen Investitionen aber zu wenig. Wir wollen deshalb einen zusätzlichen nicht rückzahlbaren Sanierungszuschuss von 15 Prozent ermöglichen, der bei umfassenden Sanierungen bis zu 30.000 Euro betragen soll“, erläutert Grandits.

Damit soll es insbesondere jungen und finanzschwächeren Familien erleichtert werden, ein bestehendes Haus zu erwerben und schrittweise zu sanieren, anstatt sich mit einem Neubau über Jahrzehnte hoch zu verschulden. Gleichzeitig würde damit die vorhandene Bausubstanz besser genutzt und die Belebung der burgenländischen Ortskerne unterstützt.

„Es braucht jetzt eine Wohnbauförderung, die sich wieder an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientiert. Höhere Darlehen, langfristig günstige Zinsen und eine spürbar bessere Unterstützung beim Althausankauf müssen dabei zentrale Bausteine sein. Wohnbaulandesrat Dorner und die gesamte Landesregierung sind angesichts der aktuellen Preisentwicklung gefordert, endlich zu handeln. Wir Freiheitliche wollen nicht länger zusehen, wie der Traum vom Eigenheim für immer mehr Burgenländerinnen und Burgenländer in weite Ferne rückt“, betont Grandits abschließend.

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