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04. August 2025

Keine weiteren Experimente am Friedrichshof

„Dass ausgerechnet am Gelände des Friedrichshofs ein Aufenthaltsprojekt für psychisch kranke Straftäter entstehen soll, ist aus mehreren Gründen ein fatales Signal“, warnt FPÖ-Klubobmann Norbert Hofer. „Zum einen handelt es sich um ein historisch schwer belastetes Areal, das mit den Verbrechen der Mühl-Kommune untrennbar verbunden ist. Zum anderen zeigt dieses Projekt, wie weit sich die burgenländische Landespolitik unter dem derzeitigen Landeshauptmann von Transparenz und Verantwortung entfernt hat.“

Hofer übt scharfe Kritik an der Rolle des Landeshauptmanns: „Wenn ein Projekt dieser Tragweite ohne vorherige Abstimmung mit dem Land überhaupt angedacht werden kann, stellt sich eine zentrale Frage: Wer führt das Burgenland eigentlich noch? Herrn Doskozils plötzlicher Widerstand wirkt weniger glaubwürdig als nachgeschoben.“

„Wir erleben einen Landeshauptmann, der sich mit allen anlegt und deshalb politisch nichts mehr durchsetzen kann“, so Hofer. „Das Burgenland ist das einzige Bundesland ohne Vertretung in der Bundesregierung. Damit fehlt uns die Möglichkeit, auf nationaler Ebene mitzuwirken. Und das öffnet Tür und Tor für Projekte, die ohne burgenländische Handschrift von oben herab beschlossen werden.“

Besonders kritisch sei laut Hofer die Wahl des Projektstandorts: „Der Friedrichshof war das Zentrum der berüchtigten Mühl-Kommune – einem autoritären System mit kollektivem Eigentum, Auflösung familiärer Bindungen und sexuellem Missbrauch. Otto Mühl wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt. Was aber bis heute fehlt, ist eine ehrliche Aufarbeitung der politischen Rückendeckung, die dieses System einst durch Teile der SPÖ erfahren hat. Das Schweigen dazu ist laut.“

Norbert Hofer verlangt daher:

Transparente Offenlegung aller finanziellen Vereinbarungen im Zusammenhang mit dem geplanten Projekt. Wer erhält wie viel und auf welcher Grundlage?

Keine Widmungsänderungen, die eine Realisierung des Projekts am Friedrichshof ermöglichen könnten.

Ein Gedenk- und Dokumentationszentrum, das die Geschichte der Kommune sichtbar macht – als Mahnmal gegen Personenkult, Sektenstrukturen und politisches Wegsehen.

Eine umfassende Aufarbeitung der SPÖ-Verstrickungen rund um die Mühl-Kommune und ihre ideologische Absicherung.

Hofer: „Burgenland braucht Führung mit Haltung – nicht Inszenierung mit Ablaufdatum. Und vor allem braucht das Land keine politischen Kulissenschieber.“

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