Die aktuellen Zahlen des Autozulieferers Forvia Hella zeigen deutlich, wie angespannt die Lage der Industrie in Europa weiterhin ist. Zwar konnte das operative Ergebnis leicht gesteigert werden, doch der Umsatz stagniert, die Prognosen bleiben schwach und selbst der Konzern rechnet 2026 mit rückläufigen Erlösen und sinkenden Margen. Für FPÖ-Wirtschaftssprecherin LAbg. Michelle Whitfield ist das ein weiteres Warnsignal für die Politik: „Wenn selbst große, international aufgestellte Industriebetriebe von fehlenden Marktimpulsen sprechen, dann ist klar, dass die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen nicht stimmen.“
Besonders alarmierend sei, dass mehr als die Hälfte der Aufträge bereits außerhalb Europas generiert werde. „Das zeigt, wohin sich Wertschöpfung verschiebt. Hohe Energiepreise, überbordende Bürokratie und eine ideologisch getriebene Wirtschaftspolitik schwächen den Standort Europa – und damit auch Österreich.“, so Whitfield. Gerade Bundes- und Landespolitik müssten alles daransetzen, industrielle Arbeitsplätze abzusichern, statt zusätzliche Belastungen zu schaffen.
Whitfield fordert daher eine klare industriepolitische Kurskorrektur: Entlastung bei Energie- und Lohnnebenkosten, weniger Regulierung und echte Investitionsanreize für Produktion im Inland. „Die Unternehmen brauchen Planungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit – keine weiteren politischen Experimente. Wer Arbeitsplätze sichern will, muss endlich Standortpolitik machen.“