16. April 2026

Herzchirurgie ist keine Standortfrage, sondern eine Frage der Qualität und Erfahrung

Scharfe Kritik übt FPÖ-Klubobmann Christian Ries an der aktuellen Linie von Landeshauptmann Doskozil rund um den Aufbau einer eigenen Herzchirurgie in Oberwart. Für Ries ist klar: „Doskozil stellt hier Politik über medizinische Realität, er spielt mit der Sicherheit und Gesundheit der Patienten. Er schürt Angst und polarisiert. Bundesländer wie die Steiermark werden von Doskozil systematisch angepatzt, indem die unrichtige Behauptung aufgestellt wird – burgenländische Patienten werden nicht zeitnah oder nachgereiht behandelt. Das sind laut KAGES schlichtweg nachweislich falsche Behauptungen. “

Im Zentrum der Debatte müsse stehen, was im Ernstfall zählt. „Bei einem Herznotfall entscheidet nicht die Postleitzahl über Leben und Tod, sondern die Erfahrung des Teams im OP. Es geht um eingespielte Abläufe, Routine und ausreichend Fallzahlen“, so Ries.

Wie wir heute der „KleineZeitung“ entnehmen können, die aktuellen Zahlen aus Graz zeigen ein klares Bild: Akute Eingriffe werden sofort durchgeführt, geplante Operationen erfolgen in einem überschaubaren Zeitrahmen. Gleichzeitig ist belegt, dass kleinere Zentren mit niedrigen Fallzahlen ein erhöhtes Risiko mit sich bringen. „Das ist keine politische Meinung von uns, das ist empirischer medizinischer Standard“, hält Ries fest.

Besonders kritisch sieht der freiheitliche Gesundheitssprecher die Argumentation aus dem Land: „Wie bereits erwähnt wird mit überhöhten und falschen Wartezeiten argumentiert, die nachweislich laut KAGES Steiermark nicht belegbar und unrichtig sind, um andererseits gleichzeitig Strukturen aufzubauen, die extrem kostspielig und die langfristig weder effizient noch sicher sind.“

Für Ries ist das Teil eines größeren Musters: „Doskozil verfolgt eine Politik der Zentralisierung und Verstaatlichung, bei der immer mehr Kompetenzen ins Land gezogen werden sollen, koste es was es wolle. Das mag politisch attraktiv erscheinen, das mag auf den ersten Blick bei der Bevölkerung gut ankommen und populär sein, es löst aber kein einziges medizinisches Problem.“

Nicht umsonst wurde vom Gesundheitsministerium gegen den Bewilligungsbescheid Einspruch erhoben, verstößt doch der cäsarenhafte Alleingang Doskozils gegen die Vorgaben des Österreichischen Strukturplans Gesundheit (ÖSG), der dafür eingerichtet wurde, um medizinische Erfordernisse mit wirtschaftlicher Vernunft in Einklang zu bringen.

Ries abschließend: „Wir werden dazu an den Landeshauptmann eine Anfrage stellen."

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