Deutliche Kritik kommt von Landwirtschaftssprecher KO-Stv. LAbg. Markus Wiesler und LAbg. Rudolf Smolej an LH-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner. Die Landwirtschaft im Burgenland steht zunehmend unter wirtschaftlichem Druck, gleichzeitig setzt die Landesregierung weiterhin klare politische und finanzielle Schwerpunkte zugunsten der biologischen Bewirtschaftung. Für Wiesler und Smolej wirft das grundlegende Fragen zur Ausgewogenheit und Versorgungssicherheit auf.
„Die aktuellen Zahlen sind alarmierend: Die Eigenversorgungsquote im Burgenland liegt bei 30 Prozent bei Rindfleisch, lediglich etwa 40 Prozent bei der Milch und insgesamt nur rund 60 Prozent im Bereich der Bio-Versorgung innerhalb der Gesundheit Burgenland. Wer hier nicht gegensteuert, nimmt Engpässe bewusst in Kauf“, so Smolej.
Nach außen werde gerne mit Konsumentenschutz argumentiert, tatsächlich fließe die wirksame Unterstützung aber nahezu ausschließlich in Richtung Bio-Betriebe. Konventionell wirtschaftende Landwirte würden dabei zunehmend an den Rand gedrängt.
Wiesler bringt die politische Stoßrichtung klar auf den Punkt: „Wer Wahlfreiheit verhindert, der beschränkt auch den Selbstversorgungsgrad unseres Landes.“ Und weiter: „Unsere Landwirte brauchen keine politischen Umerziehungsprogramme, sondern Wahlfreiheit, Rechtssicherheit und die Möglichkeit, ihren Betrieb wirtschaftlich weiterzuentwickeln.“
„Unsere bäuerlichen Betriebe sichern tagtäglich die Versorgung der Bevölkerung. Diese Leistung verdient Respekt und faire Rahmenbedingungen – unabhängig von der Bewirtschaftungsform“, betont Smolej.
Für Wiesler und Smolej ist klar: Eine stabile Versorgung braucht Breite und Verlässlichkeit. „Wenn politische Entscheidungen auf einer schmalen ideologischen Grundlage getroffen werden, verliert das System an Stabilität. Es ist höchste Zeit, den Fokus wieder auf Versorgungssicherheit und Ausgewogenheit zu legen.“
Abschließend fordern Wiesler und Smolej eine klare Kurskorrektur: „Die Menschen erwarten sich eine sichere Versorgung und keine einseitige Politik. LH-Stellvertreterin Haider-Wallner ist gefordert, Verantwortung zu übernehmen und den Weg für alle Betriebe zu öffnen.“