Der burgenländische FPÖ-Kultursprecher Christian Ries kritisiert die Ausgliederung der Kulturförderung in eine landeseigene GmbH.: „Wir haben diese Kritik bereits bei den Parteienverhandlungen klar geäußert – und bis heute ist nicht erkennbar, wo hier die angekündigte Beschleunigung oder Verbesserung liegen soll.“
Fakt sei: „Es arbeiten dieselben Personen, es beraten dieselben Kulturbeiräte, und entschieden wird weiterhin in der Regierungssitzung. Der einzige Unterschied ist die Organisationsform.“
Auch das Argument, mehrere hundert Förderakten künftig in Sammelakten zusammenzufassen, überzeugt Ries nicht: „Das bringt weder Einsparungen noch eine Verwaltungsvereinfachung – im Gegenteil, es wird unübersichtlicher und schwerer nachvollziehbar.“
Besonders kritisch sieht die FPÖ den demokratiepolitischen Aspekt: „Wieder einmal wird aus einer Landesabteilung eine GmbH gezaubert, bei der das Interpellationsrecht des Landtags und der Abgeordneten nicht greift. Das ist ein Verlust an parlamentarischer Kontrolle.“
Ries abschließend: „Solange niemand erklären kann, wo der konkrete Mehrwert für Steuerzahler und Kulturszene liegt, bleibt diese Ausgliederung eine Reform nur dem Namen nach.“