„Der grundsätzliche Ansatz der burgenländischen Landesregierung ist natürlich nachvollziehbar. Vorwürfe und Anzeigen gehören sachlich aufgearbeitet und abgeschlossen.
Damit ist eine objektive Grundlage zum Handeln garantiert", so LAbg Rudolf Smolej.
"Jahrelange positive Prüfungsergebnisse ohne Tadel. Plötzlich während der parlamentarischen Fragestunde ein Scherben Gericht des Landeshauptmannes vor laufender Kamera und Vorverurteilungen auf Pressekonferenzen hinterlassen einen diskussionswürdigen Gesamteindruck", so resümiert Smolej.
"Die Betreuung der älteren Generation ist zudem geprägt durch eine zutiefst emotionale Dimension", führt der FP Politiker aus.
Neben der vorhandenen monetären Diskussion, darf man aber keinesfalls ausblenden, was hier konkret mit den Menschen vor Ort passiert ist:
"In Rudersdorf wurde jahrzehntelang Professionell Pflege auf höchstem Niveau geleistet, die Zufriedenheit der betreuten Pensionisten ist bekannt und dokumentiert. Kein Fall von schlechter Pflege oder Versäumnisse wurden bekannt - auch kein Wundliegen. Selbst während COVID verzeichnete man keinen Fall, geschweige denn, dass ein Bundesheer Einsatz nötig war", hält Smolej fest.
Umso schwerer wiegt diese fehlende menschliche Dimension:„Für Menschen in ihrer letzten Lebensphase bedeutet ein erzwungener Ortswechsel einen massiven Einschnitt. Sie verlieren ihr gewohntes Umfeld, ihre Bezugspersonen und ein Stück Sicherheit. Das ist menschlich eine absolute Katastrophe und hier wäre den Abschluss der Untersuchungen abzuwarten, ein Gebot der Stunde gewesen."
Smolej bedauert das nicht im Sinne der Betroffenen gehandelt wurde: „Mit dem Einsetzen des zentralen Betten Management und diesem Vorgehen in Rudersdorf demaskiert sich die SP Burgenland - Pflege ist für Schneemann eben nicht der Ansatz für Betroffene eine würdige und den Wünschen der Menschen entsprechende Lösung zu finden. Die SPÖ nutzt Rudersdorf als Vorwand, um die Wahlfreiheit in der Pflege durch zentrale Zuteilung der Betreuung zu ersetzen. Nicht mehr die Pflegebedürftigen oder ihre Angehörigen dürfen sich aussuchen, wo sie ihren Lebensabend verbringen, sondern ein Apparatschik teilt das Bett und Ort. Zudem wurde von den betroffenen Angehörigen auch die fehlende Unterstützung durch das Land angesprochen", kritisiert der FP Abgeordnete.
"Das ist kein respektvolles Handeln jenen gegenüber, die unser Land aufgebaut haben. Letztlich ist dies eine Frage der Moral und des Anstandes. Es wird auf den Rücken der Pensionisten und der Pflegebedürftigen der Sozialismus Marke Doskozil vorangetrieben und Politik betrieben" , so das bittere Resümee von Smolej.