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29. April 2022

Freibeuterei unter der Flagge des Tourismus

Als Freibeuterei unter der Flagge des Tourismus bezeichnet der Freiheitliche Landesparteisekretär Christian Ries die Eintreibung einer Tourismusabgabe für Segelboote. Damit beweist die SPÖ einmal mehr, dass sie kein Gespür für den Tourismus im Burgenland hat. Ries bezweifelt auch die Rechtmäßigkeit dieser Abgabe, da Segelboote im Unterschied zu Mobilheimen oder Hausbooten nicht zum Wohnen bestimmt und auch nicht ausgestattet sind. Auch der Zeitpunkt ist falsch gewählt, da viele Bootsbesitzer nicht einmal wissen, ob sie ihr Boot heuer überhaupt zu Wasser lassen werden.

Eisenstadt, am 29.04.2022 (FPD) – der Landesparteisekretär der FPÖ Burgenland, NR Christian Ries, übt heftige Kritik an der Eintreibung von Tourismusabgaben für Segelbootsbesitzer am Neusiedler See.

„Die Einforderung einer Tourismusabgabe, die tausenden Segelbootsbesitzern dieser Tage ins Haus geflattert ist, beweist einmal mehr, dass Doskozil jede mögliche und unmögliche Gelegenheit nutzt Gelder einzutreiben um sein Budget zu stabilisieren. Mit dieser Forderung bringt er nicht nur Bootsbesitzer gegen das Land auf, er gefährdet auch die wirtschaftliche Existenz der Seebadbetriebsgesellschaften und gewerblichen Liegeplatzvermieter rund um den See. Und das exakt zu dem Zeitpunkt, wo in Kroisbach/Fertörakos eine moderne Marina errichtet wird, die bereits um Pächter wirbt“, kritisiert Ries die Vorgangsweise der SPÖ-Landesregierung.

„Das Zitat Konrad Adenauers, ´dass alles, was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen´, scheint sich mit dieser Aktion wieder zu bestätigen“, so Ries, der auch die Rechtmäßigkeit der Einhebung infrage stellt. „Die Begründung, man würde damit Bootseigner mit Besitzern von Mobilwohnheimen gleichstellen, ist Seemannsgarn vom Feinsten. Segelboote sind, wie der Name schon sagt, zum Segeln da und keine Hausboote oder sonstige Schwimmkörper. Der Umstand, dass man in Kajüten auch Liegemöglichkeiten vorfindet, begründet noch keine Liegenschaft, die zum Wohnen geeignet ist. Man kann in Segelbooten liegen und meinetwegen auch schlafen, aber nicht wohnen. Auch in Pkws. kann man die Sitze umlegen und schlafen. Aber deswegen geht Doskozil ja auch nicht her und schreibt den vor dem Landhaus parkenden Fahrzeugbesitzern eine Tourismusabgabe vor.“

„Aus meiner Sicht sind Segelbootsbesitzer ausgenommen, die heuer wegen der geringen Wassertiefe in den Häfen ihr Boot gar nicht zu Wasser lassen werden. Ob man diese Bootsbesitzer jetzt mit dieser Abgabe dazu motivieren kann weiter Pächter am See zu bleiben, und zwar auf der österreichischen Seite, ziehe ich in Zweifel. Anscheinend glaubt Doskozil hier den Klassenfeind abkassieren zu können. Aber auch das ist gefehlt. Viele Segler sind Arbeiter und haben lange Jahre darauf gespart sich dieses Hobby leisten zu können. Wenn er mir das nicht glaubt, dann soll er seinen AK-Präsidenten Gerhard Michalitsch fragen, der auch ein Boot am See liegen hat“, schließt Ries.

 

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