„Vor etwas mehr als einem halben Jahr wurde Uni-Professor Christian Joukhadar noch mit stolzgeschwellter Brust als medizinischer Leiter und zentrale Figur der geplanten Medizin-Uni Burgenland präsentiert. Jetzt wird offenbar genau dieser Mann ohne nachvollziehbare Begründung vor die Tür gesetzt“, reagiert FPÖ-Klubobmann und Gesundheitssprecher Christian Ries auf die jüngsten Entwicklungen rund um die Medizinische Privatuniversität Burgenland.
"Wenn nun von „fundamentalen Auffassungsunterschieden“ zwischen dem Land Burgenland und Joukhadar die Rede sei, dann müsse die Bevölkerung endlich erfahren, was tatsächlich hinter den Kulissen dieses Prestigeprojekts vor sich gehe", so Ries. Immerhin wäre Joukhadar für die Akkreditierung der Med-Uni zuständig gewesen.
„Allmählich zeigt sich hier dasselbe Muster wie bei der völlig unausgereiften Herzchirurgie im Krankenhaus Oberwart. Die Doskozil-SPÖ startet Projekte, ohne dass Finanzierung, langfristige Planung oder tatsächliche Umsetzbarkeit geklärt sind. Hauptsache, es gibt große Schlagzeilen und PR-Termine“, kritisiert Ries.
Das grundlegende Problem sei laut dem FPÖ-Klubobmann immer dasselbe: „Landeshauptmann Doskozil setzt sich irgendein Prestigeprojekt in den Kopf und geht offenbar davon aus, dass schon irgendwer bezahlen wird. Über die langfristigen Folgen für die Steuerzahler macht man sich in der SPÖ Burgenland offensichtlich keine Gedanken.“
Während die Schulden des Landes weiter steigen würden, agiere die SPÖ mit Steuergeld „erschreckend sorglos“. „Würde irgendeine andere Fraktion derart fahrlässig mit öffentlichen Mitteln umgehen, würde die Doskozil-SPÖ diese politisch in der Luft zerreißen“, betont Ries.
Die Zeche für diese Politik müssten am Ende die Burgenländer selbst bezahlen – „sei es durch höhere Gebühren, neue Belastungen oder steigende Abgaben. Alles, was heute an Schulden aufgebaut wird, werden spätere Generationen begleichen müssen“, so Ries abschließend.