02. Juni 2026

FPÖ Ries: Doskozils Brief muss auch an die eigene Adresse gehen!

„Eine bundesweite Steuerung im Gesundheitswesen macht selbstverständlich Sinn – insbesondere bei hochspezialisierten Abteilungen und Leistungen. Entscheidend ist aber, dass sich sowohl der Bund als auch die Bundesländer am Ende auch tatsächlich an diese Zielsteuerung halten“, erklärt FPÖ-Klubobmann und Gesundheitssprecher LAbg. Christian Ries in Reaktion auf die aktuelle Debatte rund um die Spitalsreform.

Für Ries greift die Diskussion jedoch insgesamt zu kurz: „Die eigentlichen Probleme im burgenländischen Gesundheitssystem liegen vielfach dort, wo die Bevölkerung tagtäglich betroffen ist. Es fehlt an Fachärzten in mehreren Bereichen – etwa in der Dermatologie oder in der chirurgischen Orthopädie. Auch in der Augenheilkunde gibt es nach wie vor unzumutbar lange Wartelisten, die sich in den vergangenen Monaten nicht verkürzt, sondern eher verlängert haben“, so Ries. Hier bestehe akuter Handlungsbedarf.

Kritisch sieht der FPÖ-Politiker auch die Entwicklung im Bereich der medizinischen Ausbildung. „Es kann nicht der Sinn sein, dass alle Medizinstudienplätze in Österreich ausgebucht sind, wir aber gleichzeitig zu wenige Landärzte und zu wenig medizinisches Personal für unser eigenes Gesundheitssystem hervorbringen“, betont Ries.

Es müsse daher dringend überdacht werden, ob das derzeitige System noch zielführend sei. „Wer in Österreich studiert, soll entweder sein Studium vollständig selbst finanzieren oder sich verpflichten, nach Abschluss des Studiums für einige Jahre in Österreich ärztlich tätig zu sein. Es kann nicht sein, dass österreichische Steuerzahler die Ausbildung finanzieren und die Absolventen anschließend ans Ausland verloren gehen“, fordert Ries abschließend.

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