15. Juni 2026

FPÖ – Petschnig: „Vitnyéd zeigt vor allem den massiven Druck Brüssels auf souveräne Staaten!“

„Die aktuelle Debatte rund um Vitnyéd wird von vielen bewusst verkürzt dargestellt. Entscheidend ist nicht, welche Überlegungen oder Vorbereitungen im Zuge von Verhandlungen mit der Europäischen Union angestellt wurden, sondern dass Ungarn unter Viktor Orbán niemals ein Migrantenlager in Vitnyéd eröffnet und niemals die von Brüssel geforderte Massenmigration akzeptiert hat“, erklärte FPÖ-Landesparteiobmann NAbg. Alexander Petschnig.

„Die nun veröffentlichten Unterlagen belegen vor allem eines: Die Europäische Union hat Ungarn mit einer Strafzahlung von 200 Millionen Euro und zusätzlichen Strafzahlungen von einer Million Euro pro Tag massiv unter Druck gesetzt, um die ungarische Migrationspolitik zu brechen. Genau darin liegt der eigentliche Skandal.“  

Petschnig verwies darauf, dass selbst Fidesz-Fraktionschef Gergely Gulyás klargestellt habe, dass entsprechende Überlegungen lediglich im Zusammenhang mit Verhandlungen über die von der EU verhängten Strafmaßnahmen gestanden seien und niemals umgesetzt wurden. Gleichzeitig habe Viktor Orbán bereits 2024 unmissverständlich erklärt, dass es weder in Vitnyéd noch anderswo in Ungarn ein Migrantenlager geben werde.  

„Während Österreich unter ÖVP-geführten Regierungen hunderttausende Asylwerber ins Land gelassen hat und die Bevölkerung heute die Folgen dieser Politik trägt, hat Ungarn seine Grenzen geschützt und den Zuzug illegaler Migranten verhindert. Das ist der Unterschied zwischen einer Politik im Interesse der eigenen Bevölkerung und einer Politik des Nachgebens gegenüber Brüssel“, so Petschnig.

Abschließend betonte Petschnig: „Die Lehre aus Vitnyéd lautet nicht, dass Ungarn bei der Migration versagt hätte. Die Lehre lautet vielmehr, wie weit die EU inzwischen bereit ist zu gehen, um Mitgliedstaaten zur Übernahme ihrer Migrationspolitik zu zwingen. Wer darüber nicht spricht, lenkt von der eigentlichen Problematik ab.“

 

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