„Was Hans Peter Doskozil da als Rekord verkauft, ist in Wahrheit ein peinliches Täuschungsmanöver“, stellt der freiheitliche Landesparteiobmann und ehemalige Tourismus-Landesrat Alexander Petschnig klar. Tatsächlich sei das Nächtigungsplus im ersten Halbjahr 2025 vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen: künstlich hochgerechnete Festivalübernachtungen und Bettenkapazitäten, die vor Doskozils Amtszeit errichtet wurden.
„Allein durch das Nova Rock wurden dieses Jahr 137.000 Nächtigungen in die Statistik geschummelt. Zeltplätze und Wohnmobile, die mit echtem Tourismus so viel zu tun haben, wie Doskozils SPÖ mit Wirtschaftskompetenz“, so Petschnig. Rechne man diesen „Showeffekt“ heraus, liege das Nächtigungsplus gegenüber 2019 unter zwei Prozent. Das entspreche nicht einmal dem natürlichen Wachstum, das sich allein durch die über 1.000 neuen Qualitätsbetten hätte ergeben müssen.
„Diese Betten – von Eisenstadt über Antau bis ins Südburgenland – wurden vor der Doskozil-Ära geplant, genehmigt und gebaut. Fertiggestellt wurden sie nur zufällig in seiner Amtszeit“, so Petschnig. Selbst bei einer konservativen Auslastung von 50 Prozent hätten diese Unterkünfte über 90.000 zusätzliche Nächtigungen bringen müssen, de facto fehlen aber rund 58.000 Nächtigungen zum Soll.
„Ich gratuliere allen Touristiker, Hoteliers und Gastronomen für ihre großartige Arbeit für das Burgenland. Aber Doskozils Tourismusmärchen ist ein Kartenhaus. Und wie jedes Kartenhaus stürzt es ein, sobald man genauer hinsieht“, so Petschnig.