Die jüngst eingehobenen Selbstbehalte für planbare Krankentransporte sorgen im Burgenland für massive Verunsicherung und berechtigten Unmut. Zahlreiche Burgenländerinnen und Burgenländer erhalten derzeit Vorschreibungen der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) für medizinisch notwendige Fahrten zu Therapien und Behandlungen. Für FPÖ-Landtagsabgeordneten Markus Wiesler ist klar: „Wer krank ist und Hilfe braucht, darf nicht auch noch zur Kasse gebeten werden.“
Gerade im ländlichen Raum seien viele Patientinnen und Patienten auf Krankentransporte angewiesen, da öffentliche Verkehrsverbindungen oftmals unzureichend oder gesundheitlich nicht zumutbar seien. „Das Burgenland ist kein Ballungsraum mit U-Bahn vor der Haustür. Viele Menschen haben schlicht keine Alternative. Hier zusätzliche Gebühren einzuheben, ist realitätsfern und belastet vor allem ältere und kranke Menschen“, so Wiesler.
Kritisch sieht die FPÖ auch die Ungleichbehandlung verschiedener Gruppen. Während manche Patientengruppen (Asylwerber) von den Selbstbehalten ausgenommen sind, müssen andere für vergleichbare medizinisch notwendige Fahrten bezahlen. „Ein solidarisches Gesundheitssystem darf keine Zwei-Klassen-Medizin schaffen. Gleiche Leistung muss auch gleich behandelt werden“, betont Wiesler.
Die FPÖ bringt daher einen Antrag im Burgenländischen Landtag ein, mit dem die Landesregierung aufgefordert wird, sich auf Bundesebene für die Abschaffung der Selbstbehalte einzusetzen und eine faire, einheitliche Regelung zu erreichen. Gleichzeitig sollen Unterstützungsmaßnahmen für besonders belastete Patientinnen und Patienten geprüft werden.
„Gesundheit ist kein Luxusgut. Wer medizinische Versorgung braucht, darf nicht durch zusätzliche Gebühren abgeschreckt werden. Wir stehen klar auf der Seite der Burgenländerinnen und Burgenländer und kämpfen für ein gerechtes Gesundheitssystem ohne neue Belastungen“, stellt Wiesler abschließend klar.