- Der große Andrang auf die Führungen durch die ehemalige Lungenheilstätte am Hirschenstein zeigt: Dieses geschichtsträchtige Gebäude bewegt die Menschen. Für FPÖ-Gemeindesprecher LAbg. Markus Wiesler ist der aktuelle Bericht Anlass, eine ernsthafte Perspektive für das seit Jahren leerstehende Areal einzufordern.
„Es ist ausgesprochen schade, dass ein Gebäude mit dieser Geschichte und ein derartiges Areal keine dauerhafte Nutzung haben. Führungen sind eine gute Initiative. Sie ersetzen aber kein Zukunftskonzept. Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass aus einem einst bedeutenden Haus auf Dauer nur ein Schauplatz des Verfalls wird“, betont Wiesler.
Während eine Landesgesellschaft das Wirtshaus „Stadtwirt“ in Oberwart gekauft hat, bleibt die Zukunft des Hirschensteins offen. „Wer Geld für zusätzliche Immobilien aufbringt, muss erklären, welche Priorität die Erhaltung und Nutzung des vorhandenen Eigentums hat. Bevor das Land weitere Gebäude kauft und herrichtet, muss es seinen eigenen Bestand ordentlich prüfen und sinnvoll nutzen“, fordert Wiesler.
Möglichkeiten sieht der Abgeordnete etwa in einem Naturpark- und Bildungszentrum mit Angeboten für Schulen, einem Seminar- und Weiterbildungshaus oder einem Standort für Erholungsaufenthalte und Sportwochen. Auch eine Verbindung mehrerer Nutzungen und eine schrittweise Sanierung einzelner Gebäudeteile sollten geprüft werden. Gemeinsam mit der Gemeinde, dem Naturpark und geeigneten Betreibern könnte daraus eine Perspektive entstehen, die der gesamten Region zugutekommt.
„Natürlich sind Denkmalschutz, Gebäudezustand und Sanierungskosten ernst zu nehmen. Deshalb braucht es eine belastbare Prüfung: Was kann erhalten werden? Welche Nutzung ist wirtschaftlich tragfähig? Welche Partner kommen infrage? Hohe Kosten dürfen keine dauerhafte Ausrede dafür sein, überhaupt keine Perspektive zu entwickeln“, so Wiesler.
Seine Forderung an die Landesregierung: ein nachvollziehbares Nutzungskonzept, eine transparente Gegenüberstellung der Möglichkeiten und ein verbindlicher Zeitplan für die nächsten Schritte.
„Dieses Haus ist ein Stück burgenländischer Geschichte. Verantwortungsvolle Politik erhält vorhandene Werte und gibt ihnen eine Zukunft. Weiter zuzusehen, wie Gebäude leer stehen und verfallen, ist keine Lösung“, hält Wiesler abschließend fest.