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18. Februar 2026

Fanclub-Strompreis: 10 Cent auf 20 Jahre laut Vertragsdetails nur Teil der Wahrheit

FPÖ-Energiesprecher fordert Prüfung durch Konsumentenschutz und mehr Transparenz bei Darstellung des Fanclub-Strompreises

Der von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und der SPÖ beworbene „Fanclub Burgenland Energieunabhängig“ sorgt weiterhin für Diskussionen. FPÖ-Energiesprecher und Landtagsabgeordneter Sandro Waldmann sieht laut den vorliegenden Vertragsdetails einen deutlichen Unterschied zwischen der politischen Darstellung eines 10-Cent-Strompreises über 20 Jahre und der tatsächlichen Funktionsweise des Modells und fordert eine Prüfung durch den Konsumentenschutz.

„Viele Menschen verbinden mit einem 10-Cent-Strompreis über 20 Jahre verständlicherweise die Erwartung eines dauerhaft günstigen Gesamtstrompreises. Laut Vertragsdetails handelt es sich dabei jedoch um einen Netto-Energiepreis, also lediglich um den Arbeitspreis für den innerhalb der Energiegemeinschaft zugewiesenen Strom. Netzkosten, Steuern, Abgaben sowie weitere Preisbestandteile kommen zusätzlich hinzu und bestimmen den tatsächlichen Strompreis“, so Waldmann.

Der genannte Preis gilt zudem nur für jene Strommengen, die innerhalb der Energiegemeinschaft tatsächlich erzeugt und zugeteilt werden. Eine bestimmte Strommenge ist ebenso wenig garantiert wie ein fixer Gesamtstrompreis über einen langen Zeitraum. Zusätzlich fällt laut Vereinbarungen eine Teilnahmegebühr je Zählpunkt an, unabhängig vom tatsächlichen Strombezug. Laut Vertragsdetails sind darüber hinaus Anpassungen möglich, wenn sich wirtschaftliche Rahmenbedingungen ändern.

„Wenn mit einem 10-Cent-Strompreis auf 20 Jahre geworben wird, muss für Konsumenten klar erkennbar sein, was dieser Preis tatsächlich umfasst und wovon er abhängt. Werbung darf nicht in die Irre führen, gerade bei einem Grundbedürfnis wie Energie“, betont Waldmann.

Der FPÖ-Energiesprecher fordert daher, dass der Konsumentenschutz die Darstellung und Verständlichkeit des Angebots überprüft. Ziel müsse sein, dass Haushalte nachvollziehen können, wie sich ihre tatsächlichen Stromkosten zusammensetzen und welche Erwartungen realistisch sind.

„Das von Landeshauptmann Doskozil und der SPÖ vermittelte Bild eines 10-Cent-Strompreises über 20 Jahre entspricht aus meiner Sicht nicht der Realität. Laut Vertragsdetails ist der tatsächliche Strompreis für viele Haushalte von den beworbenen 10-Cent weit entfernt. Dieser 10-Cent-Schmäh darf nicht dazu führen, dass Menschen falsche Erwartungen haben.“, so Waldmann abschließend.

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