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19. Jänner 2026

Familypark-Erweiterung: Ries kritisiert „blinden Durchwink-Kurs“ von SPÖ und ÖVP zulasten der Anrainer

Die jüngst beschlossene Erweiterung des Familyparks sorgt weiter für politische Diskussionen. Christian Ries, designierter Klubobmann der FPÖ im Burgenländischen Landtag, Tourismussprecher seiner Partei und seit fast 30 Jahren Gemeinderat in der Freistadt Rust, hat im Gemeinderat gegen die Erweiterung im digitalen Flächenwidmungsplan gestimmt und erneuert nun seine Kritik an der Vorgehensweise von SPÖ und ÖVP.

„Ich habe mich nicht aus Prinzip dagegen gestellt, sondern weil wesentliche Rahmenbedingungen schlicht nicht passen“, stellt Ries klar. Als Vertreter einer direkten Anrainergemeinde sehe er die Vorteile durch den Familypark, aber er kenne auch die Auswirkungen des Familyparks auf Verkehr, Lärm und Lebensqualität seit Jahrzehnten aus erster Hand. „Wenn ich sehe, dass Fahrgeschäfte in Höhen geplant werden, die das Orts- und Landschaftsbild massiv dominieren, dann kann ich dazu nicht Ja sagen. Das ist keine behutsame Weiterentwicklung, sondern eine Dimension, die auch für mich über das verträgliche Maß hinausgeht.“

Ebenso deutlich äußert sich Ries zum geplanten Grüngürtel. „Ein schmaler Streifen Grün mag auf dem Papier gut aussehen, faktisch bietet er aber weder ausreichenden Lärmschutz noch eine echte optische Abschirmung für die betroffenen Anrainer. Das ist Augenwischerei und keine ernsthafte Rücksichtnahme auf die Bevölkerung.“

Besonders scharf kritisiert der FPÖ-Politiker die Verkehrslösung. „Der Kreisverkehr ist bereits jetzt während der touristischen Stoßzeiten im Sommer an seiner Belastungsgrenze. Die Kreisverkehrslösung ist total verunglückt und hat die Situation weiter verschärft, statt sie zu verbessern.“ Jeder zusätzliche Bus und jedes zusätzliche Auto würden die ohnehin angespannte Lage weiter zuspitzen. Ries wirft SPÖ und ÖVP vor, die absehbare Steigerung des Besucheraufkommens entweder aus Unbedacht zu unterschätzen oder bewusst in Kauf zu nehmen. „Entweder hat man die Zahlen nicht ernst genommen – oder man hat sie zugunsten zusätzlicher Einnahmen schlicht beiseitegeschoben. Beides ist verantwortungslos gegenüber den Anrainern.“

Als Tourismussprecher betont Ries ausdrücklich, dass er den burgenländischen Tourismus grundsätzlich unterstütze. „Tourismus ist wichtig für unsere Region. Aber er muss mit Maß und Ziel betrieben werden und darf nicht über die Köpfe der Bevölkerung hinweg entschieden werden.“ Ries hat seine Bedenken auch auf Landesebene eingebracht und in zwei Gesprächen mit Landesrat Dorner mögliche Lösungsvorschläge erörtert. „Ich habe klar aufgezeigt, wo Nachbesserungen nötig wären und welche Alternativen es gibt. Die Vorschläge wurden zwar positiv aufgenommen, aber es wurde dennoch kein Kontakt mit der Betreibergesellschaft gesucht. Das war eine sträflich verpasste Chance, rechtzeitig Einfluss zu nehmen und klare Auflagen zu formulieren.“

Kritisch sieht Ries zudem die Haltung des ÖVP-Bürgermeisters von St. Margarethen. „Wenn ein Bürgermeister offen erkennen lässt, dass ihm Einnahmen wichtiger sind als die Sorgen seiner eigenen Bevölkerung, dann läuft etwas grundlegend falsch. Politik muss zuerst die Menschen schützen, nicht die Bilanzen.“

Abschließend kündigt Ries an, das Thema weiter auf Landesebene zu verfolgen. „Ich werde mich als Klubobmann und Tourismussprecher weiterhin dafür einsetzen, dass wirtschaftliche Entwicklung nicht auf Kosten von Lebensqualität, Verkehrssicherheit und Ortsbild erfolgt."

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