Der neue Windpark im Nordburgenland wird als großer Schritt zur Energieunabhängigkeit präsentiert.
Für den FPÖ-Energiesprecher und Landtagsabgeordneten Sandro Waldmann greift diese Darstellung jedoch zu kurz.
„Energie ist mehr als nur Strom aus Windrädern oder Photovoltaikanlagen. Zur Energieversorgung zählen auch Wärme, Treibstoffe und vor allem die Versorgungssicherheit in den Wintermonaten. Solange wir hier weiterhin von Importen abhängig sind, kann man nicht von echter Unabhängigkeit sprechen“, betont Waldmann.
„Mit dem steigenden Anteil an Wind- und Sonnenstrom stellt sich die Systemfrage neu. Es geht nicht nur um zusätzliche Anlagen, sondern darum, wie das Stromnetz bei zunehmender Volatilität stabil gehalten wird. Wie entwickeln sich Speicherstrategien, Systemdienstleistungen und der Bedarf an Regelenergie? Und vor allem: Wie will das Burgenland das System stabilisieren, wenn der Anteil volatiler Einspeisung weiter steigt?“
Waldmann fordert daher eine ehrliche Gesamtbilanz der Energiepolitik – über alle Energieformen hinweg. „Am Ende zählt für die Familien und Betriebe im Burgenland nur eines: eine sichere Energieversorgung und eine Rechnung, die man sich leisten kann.“