07. Juli 2026

Doskozil verkau Landesvermögen und nennt das Schuldenabbau

Landeshauptmann Doskozil feiert sich für einen Schuldenabbau, verschweigt den Burgenländern aber, wodurch dieser überhaupt möglich wird. „Wer Vermögenswerte des Landes verkauft, um Kredite zurückzuzahlen, hat noch keine nachhaltige Budgetpolitik betrieben. Das ist eine einmalige Geldbeschaffung, und keine finanzpolitische Meisterleistung.“, kritisiert die FPÖ-Landtagsabgeordnete und Bereichssprecherin für Finanzen und Budget, Michelle Whitfiield. Die entscheidenden Fragen bleiben unbeantwortet: Welchen langfristigen finanziellen Schaden nimmt das Land durch den Verkauf des Wohnbaudarlehens in Kauf? Wie hoch sind die künftigen Einnahmen, auf die das Burgenland verzichtet? „Statt transparenter Zahlen präsentiert die Landesregierung eine PR-Inszenierung. Die Burgenländer haben aber ein Recht darauf zu erfahren, ob hier tatsächlich verantwortungsvoll gewirtschaftet oder lediglich das Tafelsilber verkauft wird, um kurzfristig bessere Schlagzeilen zu produzieren“, so Whitfield. Besonders kritisch sieht Whitfield, dass erneut ausschließlich auf den Schuldenstand des Landeshaushalts verwiesen wird. „Seit Jahren kritisieren wir, dass man sich nicht auf eine einzelne Zahl reduzieren darf. Entscheidend ist die gesamte finanzielle Situation des Landes einschließlich seiner Beteiligungen und Landesgesellscha en. Wer nur jene Zahlen präsentiert, die gut aussehen, verschafft keine Transparenz, sondern zeichnet ein geschöntes Bild der finanziellen Realität“, erklärt Whitfield. „Wir werden genau prüfen, ob der angekündigte Schuldenabbau tatsächlich eine nachhaltige Entlastung für das Burgenland bedeutet oder ob lediglich Vermögen verkauft wird, während langfristige finanzielle Risiken bestehen bleiben. Seriöse Finanzpolitik braucht Transparenz, Ehrlichkeit und nachhaltige Entscheidungen“, betont Whitfield abschließend.

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