Wie ORF und Kronen Zeitung berichten stoppt Landeshauptmann Doskozil nach einer Besprechung mit der Wirtschaftskammer seine geradezu absurden Maut-Pläne für Landesstraßen: „Das ist vorweg eine gute Nachricht für den Standort und die Menschen im Burgenland, denen eine weitere Teuerungswelle roten Ursprungs vorerst erspart bleibt!“.
Skeptisch sieht Petschnig allerdings die alternativen Ansätze, die bei diesem Gespräch angeblich herausgearbeitet wurden: „Weder glaube ich an Tonnagebeschränkungen noch an Fahrverbote, weil das Land gar nicht willens ist, diese auch zu überwachen, wie das dramatische Beispiel der B50 zwischen Eisenstadt und Neusiedl am See tagtäglich zeigt. Und mehr Geld vom Bund, das heißt von SPÖ-Finanzminister Marterbauer zu fordern ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss, ignoriert man doch die extremen Einnahmen aus der Mineralölsteuer, die historisch ausdrücklich zur Straßenerhaltung eingeführt wurde und die mittlerweile auf Kosten von uns allen Milliarden bringt. Die Landesregierung ist sachpolitisch vor allem eines - nämlich völlig blank!“, so der FPÖ-Chef.
Abschließend empfiehlt Petschnig der SPÖ einen Schuss Pragmatismus in ihrer Politik: „Den gesetzlich vorgesehenen Ausbau des hochrangigen Straßennetzes wie im Fall der A3 mutwillig zu blockieren, dann aber über den Verkehr auf den Landesstraßen zu jammern, zeugt nicht von echtem Durchblick in Sachen Verkehrspolitik. Und wie bei etlichen anderen Gelegenheiten empfehle ich dem Landeshauptmann, solche Ideen zuerst vorab und ergebnisoffen zu debattieren, anstatt mit ständigen Schielen auf Schlagzeilen solche handwerklichen Fehker zu provozieren. Dann würde ihm auch manch peinlicher Rückzieher erspart bleiben - und den Menschen und Betrieben im Burgenland eine weitere, sinnbefreite Debatte über seine nächste Geldbeschaffungsaktion!“.