18. Mai 2026

Doskozil hungert die Gesundheitsversorgung in unseren Gemeinden aus

Im Finanzplan wird Ausbau versprochen – tatsächlich werden Medizin-Stipendien und Gemeindeärzte-Zuschüsse gestrichen

- Scharfe Kritik übt FPÖ-Gemeindesprecher LAbg. Markus Wiesler an der Gesundheitspolitik von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. Während die Landesregierung im Finanzplan 2026–2030 groß von einer Stärkung der wohnortnahen Versorgung spricht, schaut die Realität völlig anders aus: Medizin-Stipendien werden eingestellt, Zuschüsse im niedergelassenen Bereich gestrichen und Kassenstellen bleiben zunehmend unbesetzt.

„Doskozil ist wieder einmal ertappt: Im Programm wird Ausbau versprochen, in Wahrheit wird im ländlichen Raum gekürzt. Das ist keine Gesundheitsoffensive, das ist ein schleichendes Aushungern der Versorgung in unseren Gemeinden“, so Wiesler.

Besonders besorgniserregend sei diese Vorgangsweise für die ältere Generation. Viele Menschen seien auf einen Arzt in erreichbarer Nähe angewiesen. Wer nicht mehr mobil sei, könne nicht einfach quer durch das Burgenland fahren, nur weil die Landesregierung bei Gemeindeärzten den Sparstift ansetzt.

„Für ältere Menschen ist der Gemeindearzt kein Luxus, sondern oft die wichtigste Anlaufstelle im Alltag. Wenn diese Struktur ausgedünnt wird, trifft das genau jene, die sich am wenigsten wehren können“, betont Wiesler.

Auch für junge Familien sei eine funktionierende Gesundheitsversorgung entscheidend. Wer am Land leben soll, brauche Kindergarten, Schule, Nahversorgung, Vereine – und selbstverständlich einen Arzt in der Nähe.

„Ohne Gesundheitsversorgung verliert eine Gemeinde Zukunft. Dann ziehen junge Menschen weg, Familien siedeln sich nicht mehr an, und der ländliche Raum wird Stück für Stück ruiniert“, warnt Wiesler.

Besonders entlarvend sei der Widerspruch zum eigenen Finanzplan der Landesregierung. Dort heißt es ausdrücklich: „Die Förderung von Kassenordinationen für Allgemein- und Fachärzte in Mangelberufen soll fortgesetzt werden.“

„Dieser Satz ist der Beweis. Am Papier wird Fortsetzung versprochen, in der Realität wird gestrichen. Doskozil betreibt Politik mit schönen Überschriften und bitteren Folgen für Gemeinden und Bürger“, so Wiesler.

Für den FPÖ-Gemeindesprecher LAbg. Wiesler ist dieses Vorgehen kein Einzelfall. Auch bei den Ertragsanteilen würden Gemeinden belastet, während das Land Verantwortung abschiebe.

„Das Muster ist immer gleich: Doskozil redet von Unterstützung, aber zahlen müssen die Gemeinden und die Bürger. Ob bei den Ertragsanteilen oder bei der Gesundheitsversorgung – diese Politik geht auf Kosten des ländlichen Raums“, kritisiert Wiesler.

Wiesler fordert daher eine sofortige Kurskorrektur: Die Zuschüsse für Gemeindeärzte müssen erhalten bleiben, Medizin-Stipendien dürfen nicht gestrichen werden und unbesetzte Kassenstellen müssen endlich konsequent nachbesetzt werden.

„Unsere Gemeinden brauchen keine leeren Versprechen aus dem Finanzplan. Sie brauchen Ärzte, Versorgung und Sicherheit. Wer hier kürzt, spart nicht – er zerstört Vertrauen und Zukunft“, so Wiesler abschließend.

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