Die Freiheitliche Stadtgruppe MA setzt sich mit einem umfassenden Antrag im Gemeinderat für eine grundlegende Neuausrichtung der Stadtpolitik ein. Die Fraktion fordert ein Ende der "Geheimpolitik" der aktuellen Stadtführung und die Einführung transparenter, nachhaltiger Maßnahmen, um den Leerstand zu bekämpfen und die Attraktivität des Stadtkerns langfristig zu sichern.
Der von den Gemeinderäten Bernd Zezelitsch und Sonja Berger eingebrachte Antrag umfasst sechs Kernpunkte, die von der Erstellung eines integrierten Stadt- und Verkehrskonzepts bis hin zur Einführung eines „Innenstadt-Bonus“ nach dem erfolgreichen Vorbild der Landeshauptstadt Eisenstadt reichen.
„Die aktuelle, SPÖ-geführte Taskforce agiert weitgehend hinter verschlossenen Türen und setzt auf kosmetische Maßnahmen wie Gutscheine oder Deko, die den massiven Kaufkraftabfluss nicht stoppen“, kritisiert FP Stadtparteiobmann MA Sascha Gerdenitsch. „Mattersburg braucht keine teure Schaufensterpolitik, sondern eine ehrliche Planung, die den Wirtschaftsstandort langfristig absichert“.
Die zentralen Forderungen der Freiheitlichen Stadtgruppe MA:
- Integriertes Stadt- und Verkehrskonzept: Unter Einbindung von Experten, Wirtschaft und Bürgern soll ein ganzheitliches Konzept für Verkehr, Parkraummanagement und Städtebau entstehen.
- „Innenstadt-Bonus“ einführen: Nach dem Vorbild Eisenstadts, wo Neuansiedlungen von Geschäften in den ersten drei Jahren finanziell unterstützt werden (gestaffelt bis zu € 500,-/Monat), soll dieser Bonus auch in Mattersburg Leerstände füllen.
- Transparente Taskforce: Die „Taskforce Innenstadt“ muss reformiert werden, um Gewerbetreibende und Bürgervertreter direkt in Entscheidungsprozesse einzubinden.
- Förderungen des Landes nutzen: Die Stadt soll Budgets umschichten und verstärkt Mittel aus Landesförderungen (z.B. Dorferneuerung, Wirtschaftsförderung) abrufen, die derzeit ungenutzt bleiben.
„Wir erwarten, dass die Stadtführung diese Vorschläge ernst nimmt und den Antrag im Gemeinderat unterstützt. "Es geht um die Zukunft Mattersburgs“, so Gerdenitsch abschließend.