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08. Jänner 2026

Die EU will sich das Mercosur-Freihandelsabkommen erkaufen und verspricht Milliarden

Bereichssprecher für Landwirtschaft Markus Wiesler:
„Dieses Abkommen wäre der Todesstoß für unsere heimische Landwirtschaft und unsere Familienbetriebe.“


Was sich derzeit in Brüssel abspielt, ist kein fairer Handel, sondern ein politischer Kuhhandel auf dem Rücken unserer Bauern. Die EU glaubt offenbar, man könne Widerstand mit Milliarden ruhigstellen. Nach dem Motto: Geld draufwerfen, Augen zu – und weiterwurschteln. Genau das ist der falsche Weg.

Die Realität draußen am Acker und im Stall schaut nämlich ganz anders aus: Die Preise für Getreide, Milch und viele andere landwirtschaftliche Produkte sind schon jetzt im Keller. Die Kosten explodieren, die Auflagen werden immer strenger – und gleichzeitig sollen unsere Bauern künftig mit Billigimporten aus Übersee konkurrieren, die unter völlig anderen Standards produziert werden. Das ist kein Wettbewerb, das ist organisierte Verdrängung.

Die Folgen sind absehbar: Lebensexistenzen gehen kaputt. Familienbetriebe sperren zu. Das Bauernsterben geht schleichend, aber konsequent weiter.

Und was machen ÖVP und SPÖ? Sie schauen zu. Kein ernsthaftes Interesse, kein echter Widerstand, keine klare Haltung für unsere Bauern – weder von SPÖ noch von ÖVP.

Besonders erschreckend ist der Versuch, die Bauern mit „mehr Geld“ für dieses Abkommen zu ködern. Da stellt sich eine ganz einfache, aber entscheidende Frage: Wie lange wird es dieses versprochene Geld geben? Was passiert, wenn das Abkommen unter Dach und Fach ist? Was kommt danach?

Über die Zeit danach spricht niemand. Genau das macht misstrauisch. Alles mit Geld erkaufen zu wollen, alles finanziell „regeln“ zu wollen – das erinnert fatal an politische Zustände, die wir nur allzu gut aus dem Burgenland kennen. Kurzfristige Beruhigung, langfristiger Schaden.

Und noch etwas sollten wir uns ehrlich vor Augen führen: Nicht nur die Aufrüstung des Bundesheeres ist systemrelevant. Auch die Erhaltung der heimischen Landwirtschaft ist systemrelevant. Denn ohne unsere Bauern gibt es keine Versorgungssicherheit – und ohne Lebensmittel gibt es auch für die Truppen nichts zu essen. So einfach ist das. Darüber sollte man in Brüssel und Wien vielleicht einmal nachdenken.

Für uns Freiheitliche ist die Sache klar: Die heimische Landwirtschaft ist nicht verhandelbar. Sie ist Teil unserer Versorgungssicherheit, unserer Identität und unserer Verantwortung gegenüber kommenden Generationen.

Wir sagen daher klar und unmissverständlich: Nein zum Mercosur-Abkommen. Ja zum Schutz unserer Bauern. Ja zur Zukunft der heimischen Landwirtschaft.

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