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19. März 2020

Coronafalle am Grenzübergang Nickelsdorf?

FPÖ fordert Bundesregierung zum sofortigen Handeln auf!

Die ungarische Grenzsperre sorgt seit gestern für einen Dutzende kilometerlange Stau am Grenzübergang Nickelsdorf. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde seitens Ungarns ein knapper zeitlicher Korridor gewährt, in welchem von 21:00 bis 05:00 Uhr rumänische und bulgarische EU-Staatsbürger die Grenze Richtung Ungarn passieren durften. Aufgrund des starken Zustroms und des geringen Zeitfensters gelang es jedoch nicht die Lage zu entspannen. Der Stau ist derzeit immer noch rund 40 km lang und die kritische Situation spitzt sich weiter zu. Der Frust der Gestrandeten steigt und droht zu eskalieren – mit quergestellten Fahrzeugen und Sitzstreiks wurden Blockaden errichtet, wodurch auch dem Güterverkehr ein Weiterkommen nicht möglich ist.

Großes Gesundheitsrisiko
Durch die entstandenen Staus bildeten sich in kürzester Zeit riesige Menschenansammlungen, welche es laut Bundesregierung eigentlich zu verhindern gilt: auf Grund fehlender Schutzmaßnahmen und alles andere als optimaler hygienischer Bedingungen sind die Voraussetzungen geschaffen, dass sich das Coronavirus vor Ort rasend schnell verbreiten könnte. Mit dem Verkehrs- und Rückreisechaos wird dem Bezirk Neusiedl am See und in weiterer Folge dem Burgenland ein enormes Gesundheitsrisiko aufgebürdet, welches nicht nur für die Betroffenen und die vor Ort im Dienst befindlichen Beamten und Helfer, sondern in weiterer Folge alle Burgenländerinnen und Burgenländer betreffen könnte. „Die Massenunterbringung der Wartenden in provisorischen Camps ist ein ´Turbo Boost´ für die Ausbreitung des Coivd-19-Virus“, befürchtet LAbg. Petschnig.

Bundesregierung muss handeln
„Die Österreichische Bundesregierung verleitet Reisende, in die burgenländische Coronafalle zu tappen! Es kann nicht sein, dass man Personen, welchen eine Ausreise nicht möglich ist, massenhaft und ungeprüft die Einreise nach Österreich gewährt und sie dadurch im Burgenland aufstauen lässt. Wir fordern die Bundesregierung - allen voran Innenminister Nehammer - auf, sofort Maßnahmen zu setzen, um die Situation am Grenzübergang Nickelsdorf umgehend in den Griff zu bekommen! Es dürfen nur noch jene Menschen über unsere Westgrenze kommen, die Österreich ohne Aufenthalt und gesichert in Richtung Osten auch wieder verlassen können. Zustände wie im Jahr 2015 wollen die Burgenländerinnen und Burgenländer nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Gesundheitsrisiken nicht im geringsten wieder erleben!“, schloss Petschnig.

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